Die Altmark und das Elbtal liegen im Regenschatten des Harzes und gehören zu den trockeneren Gegenden Deutschlands. Das prägt die Landschaft – Sandböden, Kiefern, Heide – und es prägt das, was man beim Campen erlebt.

Vier Eigenheiten

  1. Wenig Niederschlag, aber kräftig. Es regnet seltener als im Westen, dafür häufiger als kurzer, heftiger Schauer. Ein Vorzelt, das in zehn Minuten steht, ist hier nützlicher als eines für den Dauerregen.
  2. Große Tagesschwankung. Über Sandboden heizt sich die Luft tagsüber schnell auf und kühlt nachts ebenso schnell ab. Zwischen Nachmittag und Morgen liegen im Sommer regelmäßig fünfzehn Grad und mehr.
  3. Kühle Nächte am Fluss. In Ufernähe sammelt sich die kalte Luft, und morgens steht Nebel über den Wiesen. Wer direkt am Wasser steht, braucht abends eine Schicht mehr als jemand hundert Meter weiter oben.
  4. Wind aus Ost. Im Frühjahr sind trockene Ostwinde typisch. Sie fühlen sich kälter an, als das Thermometer zeigt, und sie trocknen Böden und Vegetation schnell aus – daher die Waldbrandgefahr in der Heide.

Gewitter

Sommergewitter ziehen über die offene Landschaft schnell heran und sind auf einem Wiesenplatz früh zu sehen. Der Vorlauf ist meist ausreichend, um Sonnensegel abzubauen und lose Gegenstände zu sichern – was genau zu tun ist, steht im Beitrag Gewitter auf dem Campingplatz. Das größere Risiko sind dabei nicht Blitze, sondern Böen und herabfallende Äste.

Hochwasser

Die Elbe führt im Frühjahr und nach starken Niederschlägen im Einzugsgebiet Hochwasser. Für einen Aufenthalt bedeutet das in erster Linie: Uferwege können unter Wasser stehen, Fähren stellen bei bestimmten Pegelständen den Betrieb ein, und Radrouten am Fluss sind zeitweise nicht befahrbar. Aktuelle Pegelstände veröffentlichen die zuständigen Behörden; Alternativen für solche Tage stehen unter Ziele im Umkreis.

Was das für die Ausrüstung heißt

  • Eine warme Schicht mehr, als der Tag vermuten lässt – wegen der Nachtabkühlung.
  • Gute Abspannung. Auf offener Wiese greift der Wind an, siehe Zeltheringe richtig wählen.
  • Schattenspender, weil Bäume auf Sandboden nicht überall stehen.
  • Regenschutz für kurze, heftige Schauer statt Ausrüstung für tagelangen Landregen.

Woher wir das wissen

Die Beobachtung, die Gäste am häufigsten überrascht, ist die Nachtabkühlung. Ein Tag mit achtundzwanzig Grad endet hier regelmäßig in einer Nacht mit zwölf – und wer das weiß, packt anders.