Ein Regentag von dreien ist in Mitteleuropa der Normalfall. Ob er zum Problem wird, entscheidet sich an drei Punkten: einem trockenen Sitzplatz, trockener Kleidung und dem richtigen Zeitpunkt für einen Ortswechsel.
Der Ablauf
Morgens: prüfen, nicht hoffen
Wettervorhersage ansehen und den Tag danach planen, nicht umgekehrt. Regnet es durchgehend, ist die Entscheidung für einen Ausflug ins Trockene morgens leichter als mittags, wenn alle schon schlechte Laune haben.
Vormittags: rausgehen
Das Wichtigste überhaupt. Mit Regenkleidung ist ein Spaziergang bei Landregen für Kinder kein Problem – im Gegenteil, Pfützen sind bei Regen erst richtig gut. Zwanzig Minuten Regen sind erträglich, zwanzig Minuten Langeweile im Vorzelt nicht.
Nach dem Rausgehen: umziehen, komplett. Nasse Kleidung im Zelt ist der Anfang vom schlechten Tag.
Mittags: der überdachte Platz
Vorzelt oder Sonnensegel sind jetzt der Wohnraum. Wer keinen hat, kennt spätestens jetzt den Grund, einen anzuschaffen. Kochen unter dem Dach, Karten spielen, basteln.
Nachmittags: der Wechsel
Wenn es seit dem Morgen regnet und weiter regnen soll, ist jetzt der Zeitpunkt für ein Ziel im Trockenen. Museum, Bad, Erlebnisausstellung. Das ist kein Aufgeben, sondern Planung.
Abends: früher warm werden
Bei Regen wird es früher kühl und früher dunkel. Ein früheres Abendessen und eine Wärmflasche im Schlafsack machen mehr aus als alles andere.
Was den Tag rettet
- Regenkleidung für alle, nicht nur für die Kinder. Wer selbst nass wird, geht nicht mehr raus.
- Gummistiefel. Nasse Turnschuhe trocknen im Zelt zwei Tage lang nicht.
- Ein Beutel, der nur bei Regen geöffnet wird – Karten, Papier, Stifte, Schnur, Würfel. Er wirkt, weil er neu ist.
- Wäscheleine unter dem Dach und mehr Klammern als gedacht.
- Ein Ziel in der Region, das man vorher kennt. Bei Regen ist niemand in der Stimmung, erst zu recherchieren.
Was man vermeidet
- Den Tag im Zelt aussitzen. Nach zwei Stunden kippt die Stimmung, und danach hilft nichts mehr.
- Nasse Sachen in den Schlafbereich. Der Schlafbereich bleibt trocken, sonst wird die Nacht ungemütlich.
- Zeltwände von innen berühren. Genau dort kommt dann Feuchtigkeit durch.
- Abreisen. Der Abbau im Regen ist unangenehmer als der Regentag, und das nasse Zelt muss zu Hause sofort getrocknet werden.
Wann abreisen doch richtig ist
Bei angekündigtem Dauerregen über mehrere Tage mit fallenden Temperaturen, bei Sturmwarnung, wenn der Stellplatz unter Wasser steht, oder wenn jemand krank wird. Dann ist ein Wechsel in eine feste Unterkunft – auf demselben Platz oder zu Hause – die vernünftige Entscheidung.
Woher wir das wissen
An Regentagen sind die Familien draußen unterwegs, die Regenkleidung dabeihaben. Die anderen sitzen im Auto. Der Unterschied ist eine Jacke.