An einem Badeteich sind die Kinder, die nicht schwimmen können, schnell außen vor. Dabei findet der größte Teil des Wasserspaßes ohnehin im flachen Bereich statt – man muss ihn nur dort verankern.
Die Aufsichtsregel vorweg
Nichtschwimmer werden am Wasser ununterbrochen und in Griffweite beaufsichtigt. Nicht in Sichtweite, nicht vom Liegestuhl aus, nicht abwechselnd mit dem Handy in der Hand. Das gilt auch im flachen Bereich und auch bei Kindern mit Schwimmhilfen: Schwimmflügel und Ringe sind Auftriebshilfen und kein Ersatz für Aufsicht. Wer mehrere Kinder hat, legt vorher fest, wer wen im Blick behält. Zur Wassersicherheit insgesamt siehe Sicherheit auf dem Campingplatz.
Zwölf Spiele im Flachwasser
- Schatzsuche. Bunte Steine oder Tauchringe im knietiefen Wasser verteilen und suchen lassen.
- Wassertransport. Mit einem Becher Wasser von A nach B – wer verschüttet weniger?
- Krokodilgang. Auf den Händen laufen, Beine treiben lassen. Der erste Schritt zum Schwimmen, ohne dass es so heißt.
- Blubberblasen. Ins Wasser ausatmen, Gesicht eintauchen. Die wichtigste Übung überhaupt.
- Steinwerfen mit Zielring aus einem Schwimmreifen.
- Wasserstaffel mit Schwämmen, die ausgedrückt werden.
- Wellen machen – alle gleichzeitig, im Takt.
- Standbild: Musik aus, alle erstarren. Funktioniert im Wasser besser als an Land.
- Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser? Der Klassiker, im Flachwasser gespielt.
- Boote bauen aus Rinde und Blättern und um die Wette treiben lassen.
- Barfußpfad im Wasser: Sand, Kies, Schlick – mit den Füßen erkennen.
- Wassertiere suchen im Uferbereich, siehe Tiere am Teich.
Was den Unterschied macht
- Eine sichtbare Grenze. Eine Leine, eine Reihe Steine, ein Steg – Kinder halten eine Grenze ein, die sie sehen können.
- Keine Wettbewerbe, die ins Tiefe führen. Wer gewinnen will, schwimmt weiter, als er sollte.
- Warm bleiben. Nichtschwimmer stehen viel und bewegen sich wenig – sie kühlen schneller aus, als sie merken.
- Kurze Einheiten. Zwanzig Minuten Wasser, dann raus und aufwärmen.
Am Naturbadeteich
Ein Naturbadeteich hat kein klares Wasser wie ein Freibad, der Grund ist weicher, und die Wassertiefe wechselt schneller. Was das praktisch bedeutet, steht im Beitrag Naturbadeteich und Freibad. Für Nichtschwimmer heißt es vor allem: Der Einstieg wird vorher abgegangen, und die Grenze wird gemeinsam festgelegt, bevor jemand ins Wasser geht.
Schwimmenlernen
Diese Spiele sind Wassergewöhnung, kein Schwimmunterricht. Schwimmen lernt man in einem Kurs bei qualifizierten Ausbildenden – Vereine, Schwimmschulen und Wasserrettungsorganisationen bieten das an. Ein Urlaub kann den Anfang machen, ersetzt aber keinen Kurs.
Woher wir das wissen
Die Kinder, die am längsten im Wasser bleiben, sind nicht die besten Schwimmer. Es sind die, die etwas zu tun haben – ein Becher, ein Stein, ein Boot. Ohne Aufgabe stehen Nichtschwimmer nach zehn Minuten frierend am Rand.