Halloween fällt in Deutschland auf das Ende der Campingsaison. Auf Plätzen, die dann noch geöffnet haben, ist es oft der letzte gemeinsame Abend des Jahres – und einer der wenigen, an denen die frühe Dunkelheit ein Vorteil ist.
Warum es auf einem Platz gut funktioniert
- Es ist früh dunkel. Um sechs Uhr abends ist es finster – das passt zum Anlass und zur Schlafenszeit kleiner Kinder.
- Kurze Wege. Von Stellplatz zu Stellplatz sind es zwanzig Meter, keine Straßenüberquerung dazwischen.
- Alle kennen sich. Ende Oktober ist der Platz überschaubar belegt; man weiß, bei wem man klingeln kann.
- Feuer und Laternen gehören ohnehin zum Herbstabend.
Was vorher abgesprochen wird
- Mit der Platzleitung. Ob und in welcher Form etwas stattfindet, ist ihre Entscheidung – nicht die einer Familie.
- Wer mitmacht. Ein Zeichen am Stellplatz – Kürbis, Lichterkette, Zettel – klärt das ohne Klingeln bei denen, die ihre Ruhe wollen.
- Zeitfenster. Ein Rundgang zwischen sechs und acht ist genug. Nachtruhe bleibt Nachtruhe.
- Keine Streiche. Auf einem Platz stehen Zeltbahnen, Vorzelte und Fahrzeuge herum, die schnell beschädigt sind. Das Motto der Nacht endet hier vor der Ausführung.
- Licht für alle. Jedes Kind hat eine eigene Lampe, siehe Beleuchtung auf dem Zeltplatz.
Was Kinder auf einem Platz daraus machen können
Kürbisse aushöhlen, Laternen aus Gläsern bauen, eine Nachtwanderung mit Taschenlampen, Geschichten am Feuer. Das trägt einen Abend besser als jede Dekoration. Wer ohnehin schon einen Naturabend eingeplant hat, verbindet beides: Ende Oktober sind Eulen, Fledermäuse und Rehe unterwegs, und die Dunkelheit macht daraus mehr als eine Wanderung am Nachmittag.
Die Grenzen
Zwei Punkte sind kein Verhandlungsgegenstand: offenes Feuer nur dort, wo es zulässig ist, und Kerzen niemals in oder an Zeltbahnen. Für Laternen und Kürbisse gibt es batteriebetriebene Lichter, die in dieser Umgebung die einzig vernünftige Lösung sind. Und wer mit dem eigenen Kind durch den Platz zieht, achtet darauf, dass Kostüme in der Dunkelheit sichtbar sind – Reflektoren oder ein Leuchtband gehören dazu, weil auf einem Platz auch nachts Fahrzeuge fahren.
Woher wir das wissen
Ende Oktober ist die Belegung überschaubar, und genau das macht den Abend. Was im Juli zwischen zweihundert Stellplätzen unübersichtlich wäre, ist im Herbst eine Runde durch fünfzehn Vorzelte – und danach sitzen alle am selben Feuer.