Ab September wird es um acht dunkel, im Hochsommer um halb elf. In beiden Fällen entscheidet Licht darüber, ob der Abend draußen weitergeht.

Die drei Lichtquellen

Die Laterne – Flächenlicht

Eine LED-Laterne mit Akku beleuchtet den Tisch und den überdachten Bereich. Wichtig ist warmes, nicht zu helles Licht: Grelles kaltweißes Licht blendet, zieht Insekten an und macht den Abend ungemütlich.

Dimmbar ist die nützlichste Eigenschaft – hell zum Kochen, gedämpft zum Sitzen.

Die Stirnlampe – gerichtetes Licht

Je Person eine. Sie ist für den Gang zum Sanitärgebäude, zum Suchen im Zelt, zum Lesen. Modelle mit Rotlichtmodus blenden andere nicht und schonen die Nachtsicht.

Für Kinder gibt es leichte Modelle mit weichem Band – und sie sind der Gegenstand, den Kinder am zuverlässigsten selbst dabeihaben wollen.

Die Lichterkette – Orientierung

Solarbetrieben oder mit Akku, am Vorzelt oder an einer Leine. Sie leuchtet nicht wirklich, aber sie zeigt, wo der Stellplatz ist und wo Abspannleinen verlaufen. Für Kinder, die abends zurückkommen, ist das der praktische Nutzen.

Was man nicht nutzen sollte

  • Gaslaternen im oder am Zelt – heiß, offene Flamme, Brandgefahr
  • Kerzen und Teelichter im Zelt
  • Kaltweiße Baustrahler – sie leuchten den halben Platz aus und stören alle Nachbarn
  • Autoscheinwerfer zum Aufbauen nach Einbruch der Dunkelheit, wenn es sich vermeiden lässt

Die Rücksichtsregel

Licht, das über den eigenen Stellplatz hinausreicht, stört. Auf einem nicht parzellierten Platz ist der Nachbar näher, als man denkt, und eine helle Lampe leuchtet direkt in dessen Zelt. Nach unten gerichtet, gedimmt und ab der Nachtruhe reduziert – das ist der ganze Umgang.

Praktisches

  • Reservebatterien oder Powerbank. Lampen fallen abends aus, nicht morgens.
  • Eine Lampe griffbereit am Kopfende jedes Schlafplatzes.
  • Etwas Licht am Zelteingang, damit man den Reißverschluss findet.
  • Insekten: Warmes Licht zieht deutlich weniger an als kaltweißes. Wer die Laterne zwei Meter neben den Tisch hängt, sitzt insektenfreier.

Woher wir das wissen

Der letzte Punkt ist der, den kaum jemand kennt und der am meisten bringt: Die Lampe gehört nicht auf den Tisch, sondern daneben.