Die vollständige Erstausstattung für eine vierköpfige Familie ist eine Investition, die sich erst nach mehreren Urlauben rechnet. Wer nicht weiß, ob Camping überhaupt passt, muss sie nicht vorstrecken.
Die Varianten
- Mobilheim. Feste Unterkunft mit Küche, Bad, Schlafzimmern und Terrasse. Praktisch eine kleine Ferienwohnung auf dem Platz – nur mit dem Campingleben davor.
- Mietwohnwagen. Aufgebaut und angeschlossen, oft mit Vorzelt. Näher am Campinggefühl, kleiner als ein Mobilheim.
- Mietzelt oder Safarizelt. Aufgebautes Großzelt mit Betten und teils eigener Küche. Das Zelterlebnis ohne Aufbau.
- Fasshütte, Schlaffass, Hütte. Einfache Holzunterkunft, meist ohne eigenes Bad. Günstiger Einstieg für zwei bis vier Personen.
Was fast immer dabei ist
Betten und Matratzen, Tisch und Stühle, Grundgeschirr, meist Kühlschrank und Kochgelegenheit, Strom. Das ist der eigentliche Gewinn: Man fährt mit Kleidung und Lebensmitteln an und ist in zwanzig Minuten eingerichtet.
Was meistens fehlt
- Bettwäsche und Handtücher. Entweder mitbringen oder dazubuchen – das ist die häufigste Überraschung.
- Geschirrtücher, Spülmittel, Müllbeutel, Toilettenpapier. Kleinigkeiten, die am Anreiseabend fehlen.
- Kaffeemaschine oder Wasserkocher – nicht überall vorhanden.
- Endreinigung. Sie wird meist gesondert berechnet oder ist selbst zu erledigen.
Was genau enthalten ist, steht in der Objektbeschreibung des jeweiligen Platzes. Diese Liste vorher zu lesen, spart den Einkauf am ersten Abend.
Für wen sich das lohnt
- Erstcamper, die wissen wollen, ob die Urlaubsform passt, bevor sie ausrüsten.
- Familien mit Babys, für die der Aufbau mit Kind am Arm die eigentliche Hürde ist.
- Alleinerziehende, siehe Alleinerziehend campen.
- Kurze Aufenthalte. Für zwei Nächte lohnt der Aufbau kaum.
- Vor- und Nachsaison, wenn Zelten wegen der Nachttemperaturen unangenehm wird.
Die Alternative: leihen
Wer das Zeltgefühl will, aber nicht kaufen möchte, kann Ausrüstung mieten – dazu steht mehr in Ausrüstung leihen statt kaufen. Der Unterschied: Beim Mietzelt auf dem Platz entfällt der Aufbau, bei geliehener Ausrüstung nicht.
Was man trotzdem mitnimmt
Regenkleidung, feste Schuhe, Badeschuhe, Reiseapotheke, Taschenlampen und eine warme Schicht. Eine Mietunterkunft nimmt den Aufbau ab, nicht das Wetter.
Woher wir das wissen
Ein spürbarer Teil der Familien, die zum ersten Mal in einer Mietunterkunft da waren, kommt im Folgejahr mit eigenem Zelt wieder. Das ist genau der Zweck: erst ausprobieren, dann anschaffen.