Kurz-Fakten

  • Gewachsener Grasboden ohne befestigten Unterbau
  • Meist ohne Parzellenmarkierung, die Aufteilung ergibt sich vor Ort
  • Nach anhaltendem Regen weich – bei schweren Fahrzeugen ein Anfahrthema
  • Kühler als Schotter, weil Gras die Wärme nicht speichert
  • Auffahrkeile und eine Unterlage unter Stützen und Kurbelfuß gehören dazu

Bedeutung in der Praxis

Der Unterschied zum befestigten Stellplatz zeigt sich beim Wetter und beim Gewicht. Ein Zelt oder ein leichter Wohnwagen steht auf einer Wiese hervorragend. Ein schweres Wohnmobil braucht nach drei Regentagen unter Umständen Hilfe beim Rangieren – deshalb fragen viele Plätze bei der Buchung nach dem Fahrzeuggewicht, und deshalb lohnt vor der Anreise ein Blick auf die Zufahrt.

Ein zweiter, oft unterschätzter Punkt: Auf Gras sinken Stützen und Kurbelfuß ein. Eine feste Unterlage – Holzbrett, Kunststoffplatte – gehört ins Gepäck, und zwar nicht nur eine. Wer sie vergisst, richtet den Wagen jeden Morgen neu aus.

Der Familien-Campingplatz Bertingen ist konsequent so aufgebaut: fünf benannte Wiesen statt durchnummerierter Felder, nicht parzelliert, mit Strom auf den meisten Plätzen und einzelnen autarken Plätzen ohne Anschluss. Für Gruppen hat das den praktischen Nebeneffekt, dass sie sich als Wagenburg zusammenstellen können – auf einem parzellierten Platz geht das nicht.

Für Kinder: Wiese statt Kies – man kann barfuß laufen, und es gibt keine Linien, die sagen, wo man aufhören muss.

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