Kurz-Fakten
- Kein geschützter Begriff und keine einheitliche Ausstattungsdefinition
- Typisch: eigener Wasseranschluss und Abwasseranschluss zusätzlich zum Strom
- Meist größer als der Standardplatz, häufig ab etwa 100 Quadratmetern
- Wird zu einem eigenen, höheren Satz der Standgebühr abgerechnet
- Bei stark wechselnder Belegung meist befestigt, damit er bei Nässe befahrbar bleibt
Bedeutung in der Praxis
Der eigentliche Gewinn ist das Abwasser, nicht der Platz. Wer einen Anschluss am Stellplatz hat, muss den Grauwassertank nicht mehr zur Entsorgungsstation fahren – bei längeren Aufenthalten mit Familie ist das der größte Unterschied im Alltag. Der zweite ist der Frischwasseranschluss, der das Kanisterschleppen erspart.
Wann er sich nicht lohnt: bei kurzen Aufenthalten, bei Zeltcamping und dann, wenn der Reiz des Platzes gerade darin liegt, dass er nicht durchgeplant ist. Ein Komfortstellplatz ist fast immer parzelliert und befestigt – wer eine offene Wiese sucht, kauft mit dem Aufpreis etwas, das er nicht wollte.
Vor der Buchung lohnen zwei Fragen: Ist der Abwasseranschluss wirklich dabei oder nur Wasser und Strom? Und wie groß ist der Platz tatsächlich – die Angabe in Quadratmetern sagt mehr als die Bezeichnung.