Kurz-Fakten

  • Nennleistung in Watt-Peak gilt für Laborbedingungen; im Alltag liegt der Ertrag darunter
  • Der Laderegler muss zur Batteriebauart passen – Blei, AGM, Gel und Lithium laden unterschiedlich
  • Teilverschattung durch Äste, Dachaufbauten oder Antennen senkt den Ertrag überproportional
  • Der Ertrag zwischen Sommer und Winter unterscheidet sich um ein Vielfaches
  • Faltbare Module lassen sich in die Sonne stellen, während das Fahrzeug im Schatten steht

Bedeutung in der Praxis

Der interessanteste Punkt für Campingplätze mit Bäumen: Verschattung wirkt überproportional. Ein Ast, der über einen Teil des Moduls fällt, senkt den Ertrag nicht um denselben Anteil der Fläche, sondern deutlich stärker. Wer auf einer schattigen Wiese steht – dem angenehmsten Platz im Hochsommer – hat mit Dachmodulen wenig Freude. Genau dafür gibt es faltbare Module mit Kabel: Fahrzeug im Schatten, Modul in der Sonne.

Zur Dimensionierung hilft eine einfache Reihenfolge: erst den Tagesverbrauch in Amperestunden abschätzen, dann die Batterie danach auslegen, dann die Solarleistung. Wer umgekehrt vorgeht, kauft Module für eine Batterie, die den Ertrag gar nicht speichern kann.

Und ein saisonaler Hinweis: Zwischen Juni und Dezember liegt in Mitteleuropa ein Ertragsunterschied, der jede Sommerrechnung im Winter unbrauchbar macht. Wer in der kalten Jahreszeit autark stehen will, plant mit Landstrom oder einem anderen Ladeweg.

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