Kurz-Fakten

  • Eine Amperestunde entspricht einem Ampere über eine Stunde entnommen
  • Wattstunden ergeben sich aus Amperestunden mal Spannung – 100 Ah bei 12 Volt sind 1.200 Wattstunden
  • Amperestunden sind nur bei gleicher Spannung direkt vergleichbar
  • Die nutzbare Kapazität liegt je nach Batteriebauart deutlich unter der Nennkapazität
  • Bei Kälte sinkt die entnehmbare Kapazität spürbar

Bedeutung in der Praxis

Die praktische Anwendung ist eine kleine Rechnung, die vor der Reise Klarheit schafft. Man addiert, was täglich läuft: Licht, Wasserpumpe, Heizungsgebläse, Kühlschrank, Laden von Telefonen. Jedes Gerät hat eine Leistungsangabe in Watt und eine geschätzte Laufzeit; Watt mal Stunden ergibt Wattstunden, und die Summe vergleicht man mit der nutzbaren Kapazität der Batterie.

Ein Beispiel macht die Größenordnung greifbar: Ein Heizungsgebläse mit 30 Watt über acht Stunden sind 240 Wattstunden – also etwa 20 Amperestunden bei zwölf Volt. Eine Blei-Batterie mit 100 Amperestunden Nennkapazität gibt praktisch rund 50 her. Eine kalte Nacht mit Heizung kostet damit gut ein Drittel des Vorrats, und der Kühlschrank kommt noch dazu.

Zur Kälte: Batteriekapazität ist temperaturabhängig. Was im Sommer reicht, reicht bei fünf Grad nicht mehr – ein Punkt, der bei Herbst- und Wintercamping regelmäßig überrascht.

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