Zecken gehören zu den Dingen, die man beim Camping mit Hund nicht vermeidet, sondern handhabt. Die Frage ist nicht, ob welche mitkommen, sondern wie schnell sie gefunden werden.
Vor dem Urlaub
Der Zeckenschutz für den eigenen Hund gehört in die Tierarztpraxis: Welches Präparat geeignet ist, hängt von Alter, Gewicht, Vorerkrankungen und davon ab, ob weitere Tiere oder kleine Kinder im Haushalt leben. Hier steht bewusst keine Produktempfehlung. Sinnvoll ist nur der zeitliche Hinweis: Der Schutz muss vor der Abreise wirken, nicht am Anreisetag begonnen werden.
Absuchen als Tagesroutine
Zecken brauchen nach dem Aufsteigen oft mehrere Stunden, bis sie sich festsetzen und stechen. Wer täglich absucht, findet viele davon vorher.
- Wann: abends, bei Licht, am besten immer zur gleichen Zeit.
- Wo besonders: Kopf, Ohren und Ohrgrund, Halsunterseite, Achseln, Leisten, zwischen den Zehen und rund um die Rute.
- Wie: mit den Fingerkuppen gegen den Strich fahren. Man ertastet mehr, als man sieht.
Bei Kindern läuft dieselbe Routine – dazu steht mehr im Beitrag Zecken, Mücken, Bienen.
Entfernen
- Werkzeug: Zeckenzange, Zeckenhaken oder eine spitze Pinzette. Alle drei gehören in die Hundeapotheke, weil nicht jedes Werkzeug bei jeder Zeckengröße greift.
- Ansetzen so nah wie möglich an der Haut, am Kopfteil der Zecke, nicht am vollgesogenen Körper.
- Gerade herausziehen beziehungsweise mit dem Haken vorsichtig heraushebeln. Nicht quetschen.
- Keine Hausmittel. Öl, Klebstoff, Nagellack oder Hitze reizen die Zecke und erhöhen das Risiko, dass sie Erreger abgibt.
- Stelle merken und in den folgenden Tagen ansehen.
Bleibt ein Rest in der Haut, rötet sich die Stelle deutlich, oder wirkt der Hund in den Tagen danach matt, fiebrig oder lahm: Tierarztpraxis. Zecken können Krankheiten übertragen, deren Anzeichen erst mit Verzögerung auftreten – das ist nichts, was man selbst beurteilt.
Auf dem Platz
Kurz gemähte Wiesenflächen und befestigte Wege sind zeckenärmer als hohes Gras und Unterholz. Wer den Hund im Sommer bevorzugt über die Wege und weniger durch den Saum zwischen Wiese und Wald führt, reduziert die Zahl deutlich – ganz vermeiden lässt sie sich in der Elbaue nicht.
Woher wir das wissen
Zwischen einem Spaziergang über die gemähte Platzwiese und einer Runde durch den Waldrand liegt bei uns regelmäßig der Unterschied zwischen null und einer Handvoll Zecken am Abend. Deshalb ist die abendliche Kontrolle bei uns Routine und keine Reaktion auf einen Verdacht.