Für viele Hunde ist Baden der beste Teil des Urlaubs. Drei Fragen entscheiden darüber, ob es auch ein guter Teil bleibt: Darf er hier hinein? Ist das Wasser in Ordnung? Und kommt er wieder heraus?
Wo Hunde ins Wasser dürfen
- Ausgewiesene Badestellen für Menschen sind für Hunde meist gesperrt. Das ist keine Schikane, sondern Hygiene- und Rücksichtsregel.
- Hundestrände und freigegebene Abschnitte gibt es an manchen Seen. Was gilt, steht vor Ort an der Beschilderung.
- Naturschutzgebiete und Uferzonen mit Brutvögeln sind in der Elbaue vielfach tabu, besonders im Frühjahr und Frühsommer. Die Regeln des Biosphärenreservats Mittelelbe sind bindend, nicht empfehlend.
- Die Elbe selbst ist kein Badegewässer für Hunde: Strömung, Sog durch die Berufsschifffahrt und Buhnenfelder machen sie unberechenbar.
Auf dem Platz gilt: Der Naturbadeteich ist für Menschen da. Wo Hunde ins Wasser dürfen, steht in der Platzordnung.
Was das Wasser im Sommer macht
In warmen, stehenden Gewässern können sich Blaualgen – genauer: Cyanobakterien – stark vermehren. Für Hunde ist das gefährlich, weil sie beim Schwimmen Wasser schlucken und danach das Fell ablecken. Anhaltspunkte: grünlich-blaue Schlieren, trübes Wasser, eine Sichttiefe von weniger als etwa einem Unterarm, Warnhinweise am Ufer. In solchen Fällen bleibt der Hund draußen. Zeigt ein Hund nach dem Baden Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Zittern oder Schwäche, gehört er sofort in die Tierarztpraxis.
Nach dem Baden
- Abspülen, wenn eine Möglichkeit da ist – das reduziert Algenreste und Schlamm im Fell.
- Ohren trocknen, besonders bei Schlappohren. Feuchte Ohren sind eine häufige Ursache für Entzündungen.
- Nicht direkt füttern. Ein Hund, der viel Wasser geschluckt hat, verträgt eine große Mahlzeit schlecht.
- Im Schatten trocknen lassen statt in der Sonne – nasses Fell in praller Sonne heizt zusätzlich auf.
Die Grenze
Nicht jeder Hund kann schwimmen, und nicht jeder, der es kann, kommt an jedem Ufer wieder heraus. Steile oder schlammige Ufer sind das eigentliche Risiko, nicht die Wassertiefe. Wer den Einstieg wählt, wählt damit auch den Ausstieg.
Woher wir das wissen
Am Silbersee und an den Kiesseen der Umgebung sind die Uferverhältnisse sehr unterschiedlich – flache Sandeinstiege liegen oft nur wenige Meter neben steilen Abbruchkanten. Wir raten Gästen deshalb, die Einstiegsstelle vorher zu Fuß abzugehen, bevor der Hund hineingeht.