Ein Hund zeigt Erschöpfung spät. Er hört auch dann nicht auf, wenn es sinnvoll wäre – das macht die Planung zur Aufgabe der Menschen.

Etappen realistisch ansetzen

Die verbreitete Faustregel, ein gesunder erwachsener Hund schaffe deutlich mehr Kilometer als seine Menschen, stimmt für die reine Strecke und täuscht trotzdem. Denn der Hund läuft zwischen einem Drittel und der Hälfte mehr, weil er zurückläuft, quert und schnüffelt. Bei zwölf Kilometern Wanderweg legt er sechzehn zurück.

Drei Faktoren senken das Pensum deutlich:

  • Wärme. Über zwanzig Grad ist die Grenze früher erreicht, weil Hunde nur über Hecheln und Pfoten Wärme abgeben.
  • Alter. Junghunde im Wachstum und alte Hunde brauchen kürzere Strecken – wie kurz, sagt die Tierarztpraxis, nicht der Wanderführer.
  • Untergrund. Asphalt und Schotter belasten Pfoten stärker als Waldboden.

Wasser

Wasser ist das eine Ausrüstungsteil, bei dem es kein Zuviel gibt. Ein faltbarer Napf und mindestens ein Liter pro Hund und Halbtag gehören in den Rucksack, im Sommer mehr. Auf Wasser aus stehenden Gewässern verlässt man sich besser nicht – im Sommer können sich dort Blaualgen entwickeln, die für Hunde gefährlich sind. Mehr dazu im Beitrag Baden mit Hund.

Pausenrhythmus

  1. Alle 45 bis 60 Minuten eine kurze Pause im Schatten, auch wenn der Hund nicht danach aussieht.
  2. Immer Wasser anbieten, auch wenn er nicht trinkt.
  3. Pfoten ansehen – Risse zwischen den Ballen, Fremdkörper, Verklebungen.
  4. Nach der Tour Zecken absuchen, siehe Zecken beim Hund.

Wandern in der Altmark

Die Wege rund um Bertingen sind flach, schattig und weich – das ist für Hunde günstiger als jede Bergtour. In der Colbitz-Letzlinger Heide und entlang der Elbaue führen viele Strecken über Waldboden. Zu beachten sind zwei Dinge: In Schutzgebieten und während der Brut- und Setzzeit gilt vielerorts eine strengere Leinenpflicht, und über landwirtschaftliche Flächen führt kein Weg. Was konkret gilt, steht an den Zugängen und bei der zuständigen Behörde.

Woher wir das wissen

Familienwanderungen scheitern selten am Hund und oft an den Kindern – aber wenn der Hund schlappmacht, ist die Tour vorbei, denn tragen lässt er sich meist nicht. Deshalb planen wir bei gemischten Gruppen immer nach dem langsamsten Teilnehmer und legen den Wendepunkt fest, bevor es losgeht.