Ostern ist ein bewegliches Fest und fällt je nach Jahr zwischen Ende März und Ende April. Diese Spanne von vier Wochen macht den Unterschied zwischen Wintermütze und T-Shirt – und ist der Grund, warum man für Ostern nicht nach Erfahrungswerten packt, sondern nach Vorhersage.
Was Ostern auf dem Platz besonders macht
- Es ist für viele der Saisonauftakt. Dauercamper kommen zurück, der Platz füllt sich das erste Mal, die Stimmung ist entsprechend.
- Vier freie Tage am Stück – lang genug, dass sich Auf- und Abbau lohnen, kurz genug für einen ersten Test nach dem Winter.
- Die Plätze sind gut belegt. Wer über Ostern fahren will, bucht früh; kurzfristig ist wenig zu holen.
- Die Infrastruktur ist noch nicht überall vollständig. Was geöffnet ist, fragt man vorher.
Eiersuche auf einem Campingplatz
Sie funktioniert besser als zu Hause, weil das Gelände größer und unübersichtlicher ist – und sie braucht ein paar Absprachen:
- Suchbereich abstecken und mit den Kindern abgehen, bevor es losgeht. Fremde Stellplätze gehören nicht dazu.
- Nichts in fremde Vorzelte legen, auch nicht scherzhaft.
- Verpacktes verstecken. Unverpackte Schokolade zieht Ameisen an und liegt am Ende im Gras.
- Zählen. Was versteckt wurde, wird auch wiedergefunden – sonst liegt es im Sommer noch da.
- Mit anderen Familien absprechen. Auf einem Familienplatz suchen selten nur die eigenen Kinder.
Wetter: die harte Seite
Ein früher Ostertermin liegt klimatisch im Winter. Nachtfrost ist möglich, Regen wahrscheinlich, und ein Zelt trocknet bei zehn Grad kaum. Wer über Ostern zeltet, plant zwei Dinge ein: eine überdachte Fläche und einen Plan für den Regentag, siehe Der Regentag-Notfallkoffer. Wer eine Mietunterkunft nimmt, umgeht beides.
Was sonst noch hilft
Ein Feuer am Abend – wo es der Platz erlaubt – macht aus einem kalten Ostersonntag einen guten Tag, siehe Lagerfeuer bauen. Und weil im Frühjahr wenig blüht, aber viel passiert, lohnt sich ein Blick in die Elbaue: Die Störche sind zurück, und die Wiesen stehen teils unter Wasser.
Woher wir das wissen
Die Ostergäste, die zufrieden abreisen, sind fast immer die, die kälteres Wetter erwartet haben, als es dann war. Umgekehrt geht es selten gut aus.