Auf dem Land gibt es zwischen den Orten nichts. Wer mit Kindern einen Tag unterwegs ist, versorgt sich selbst – und das entscheidet über die Stimmung ab etwa dreizehn Uhr.

Die Grundregel

Ein Lunchpaket besteht aus drei Teilen: etwas, das satt macht, etwas, das schnell Energie liefert, und etwas, das erfrischt. Wer nur den ersten Teil packt, hat um fünfzehn Uhr müde Kinder.

Was den Transport übersteht

Sättigend

  • Belegte Brote mit festem Belag – Hartkäse, Salami, Frischkäse. Kein Salatblatt, das durchweicht.
  • Wraps, fest gerollt und in Papier gewickelt
  • Gekochte Eier
  • Kalte Frikadellen
  • Nudel- oder Kartoffelsalat ohne Mayonnaise – mit Öl und Essig statt cremig

Schnelle Energie

  • Bananen, Äpfel, Weintrauben
  • Trockenobst und Nüsse
  • Müsliriegel
  • Ein Stück Schokolade – im Sommer nur, wenn es kühl bleibt

Erfrischend

  • Gurken- und Karottenstifte
  • Kirschtomaten
  • Wasser, ausreichend

Was nicht funktioniert

Alles mit Mayonnaise bei Wärme, Joghurt ohne Kühlung, Blattsalat auf Broten, Schokolade in der Sonne, alles, was ein Besteck braucht, und alles in Behältern, die auslaufen können.

Mengen für einen Tag

PersonBrotObstWasser
Erwachsener3 bis 4 Scheiben2 Stück1,5 bis 2 Liter
Kind (6–12)2 bis 3 Scheiben2 Stück1 bis 1,5 Liter
Kleinkind1 bis 2 Scheiben1 bis 2 Stück0,75 bis 1 Liter

Im Sommer und bei Radtouren beim Wasser deutlich aufschlagen. Zu wenig Wasser ist der häufigste Planungsfehler bei Tagestouren.

Verpacken

  • Brotdosen statt Folie. Sie zerdrücken nicht und lassen sich wiederverwenden.
  • Getrennt verpacken, was nicht zusammen soll – Feuchtes zu Trockenem ist der Klassiker.
  • Ein Kühlakku im Rucksack hält bei Hitze mehrere Stunden.
  • Ein Müllbeutel gehört dazu. In der Natur bleibt nichts liegen, auch keine Bananenschale – sie braucht Monate.

Der Notfallriegel

Ein Riegel oder eine Handvoll Nüsse ganz unten im Rucksack, die nicht Teil des Plans sind. Sie retten den Moment, in dem ein Kind nicht mehr weiterläuft – und dieser Moment kommt zuverlässig.

Woher wir das wissen

Familien, die von einer Tour zurückkommen, berichten selten von zu wenig Essen. Sie berichten von zu wenig Wasser.