Der häufigste Fehler beim Campingeinkauf ist der Versuch, eine ganze Woche im Voraus zu erledigen. Ohne großen Kühlschrank geht das nicht auf.

Die Aufteilung in drei Einkäufe

Einkauf 1: von zu Hause mitbringen

Alles, was lange hält und schwer ist. Zu Hause ist es günstiger, und man spart die erste Fahrt:

  • Nudeln, Reis, Couscous, Mehl
  • Konserven: Tomaten, Bohnen, Mais
  • Öl, Essig, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Brühe
  • Kaffee, Tee, Zucker
  • Müsli, Haferflocken
  • Getränke in Mehrwegkästen

Einkauf 2: am Anreisetag oder am ersten Morgen

Frisches für zwei bis drei Tage:

  • Milch, Butter, Käse, Joghurt
  • Wurst und Fleisch für die ersten zwei Tage
  • Gemüse, das kühl gelagert werden muss
  • Brot für zwei Tage

Einkauf 3: nach zwei bis drei Tagen

Nachkauf des Frischen. Auf dem Land bedeutet das eine Fahrt – die lässt sich mit einem Ausflug verbinden und ist dann kein eigener Termin.

Was ohne Kühlung hält

Mehr als man denkt, wenn es kühl und dunkel liegt:

  • Hartkäse am Stück, in Papier gewickelt: mehrere Tage
  • Eier: ungekühlt bis zu zwei Wochen, solange sie nicht vorher gekühlt waren
  • Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln, Karotten: wochenlang
  • Tomaten, Paprika, Zucchini: mehrere Tage
  • Salami und luftgetrocknete Wurst am Stück: mehrere Tage
  • Ungeöffnete H-Milch: bis zum Öffnen

Was in die Kühlbox muss: Frischfleisch, Hackfleisch, Fisch, geöffnete Milch, Joghurt, Aufschnitt.

Mengen für vier Personen und eine Woche

WareMenge
Brottäglich frisch, etwa 1 kg pro Tag mit Kindern
Nudeln, Reisrund 2 kg gesamt
Kartoffeln3 bis 4 kg
Getränke2 bis 3 Liter je Person und Tag, im Sommer mehr
Obsttäglich nachkaufen, es hält nicht

Der Brötchenservice

Wo es ihn gibt, ersetzt er die morgendliche Fahrt. Bestellt wird am Vortag – wer das vergisst, fährt. Das ist der am häufigsten unterschätzte Komfort auf einem Campingplatz.

Woher wir das wissen

Freitagabend ist im Platzkiosk die umsatzstärkste Zeit der Woche. Was fehlt, fällt immer erst auf, wenn die Geschäfte zu haben.