Was ein Kind isst und ab wann, entscheiden Eltern gemeinsam mit der Kinderarztpraxis. Hier geht es ausschließlich um das Wie unter Campingbedingungen: um Wasser, Wärme und Sauberkeit.

Wasser

Auf deutschen Campingplätzen ist das Wasser an den gekennzeichneten Trinkwasserzapfstellen Trinkwasser. Nicht gekennzeichnete Hähne – etwa an Spülplätzen oder für die Entsorgung – sind es nicht zwingend. Wer ganz sichergehen will oder ein sehr junges Kind versorgt, verwendet abgekochtes Wasser oder abgefülltes Wasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgewiesen ist. Was im Einzelfall nötig ist, sagt die Kinderarztpraxis. Grundsätzliches zur Wasserversorgung steht im Beitrag Trinkwasser auf dem Campingplatz.

Wärme

  1. Wasserbad auf dem Kocher. Der unkomplizierteste Weg: Topf mit heißem Wasser, Fläschchen oder Gläschen hineinstellen, umrühren, Temperatur prüfen. Braucht kein Gerät und funktioniert überall.
  2. Thermoskanne. Morgens mit abgekochtem Wasser gefüllt, hält sie den Tag über heiß genug. Das ist die Lösung für unterwegs.
  3. Flaschenwärmer mit 12 Volt funktionieren im Auto. Über Landstrom geht auch ein normales Gerät – dann aber im Blick behalten, wie viel Strom der Stellplatz hergibt, siehe Landstrom auf dem Campingplatz.

Mikrowellen stehen auf manchen Plätzen im Gemeinschaftsraum. Für Babynahrung sind sie wegen der ungleichmäßigen Erwärmung nur bedingt geeignet – wer sie nutzt, rührt gründlich um und prüft die Temperatur.

Sauberkeit

  • Zwei Flaschen mehr mitnehmen, als man rechnet. Das entzerrt den Spüldruck.
  • Spülen mit heißem Wasser und einer eigenen Bürste, die nicht für Töpfe verwendet wird.
  • Sterilisieren, wenn es die Kinderarztpraxis empfiehlt: Auskochen im Topf funktioniert ohne Gerät, Kaltsterilisation mit Tabletten ohne Kocher.
  • Trocknen an der Luft auf einem sauberen Tuch, nicht mit dem Geschirrtuch.

Fertigprodukte und Selbstgemachtes

Gläschen sind auf dem Platz praktisch, weil sie ungeöffnet keine Kühlung brauchen. Angebrochen brauchen sie sie sofort – ohne Kühlschrank ist die kleine Portionsgröße die einfachere Lösung. Wer selbst kocht, denkt an dasselbe Problem: Gekochtes hält bei sommerlichen Temperaturen nicht bis zur nächsten Mahlzeit. Näheres im Beitrag Lebensmittel lagern bei Hitze.

Woher wir das wissen

Die Ausstattung, nach der auf dem Platz am häufigsten gefragt wird, ist nicht der Flaschenwärmer, sondern heißes Wasser. Wer eine gute Thermoskanne dabeihat, braucht die Hälfte der übrigen Ausrüstung nicht.