Kurz-Fakten
- Pauschalpreis für die Saison statt Übernachtungspreis
- Fahrzeug bleibt während der Saison stehen, kein Auf- und Abbau je Aufenthalt
- Vertrag läuft auf die Saison – Räumung zum Saisonende ist möglich, aber nicht überall vorgesehen
- Nebenkosten wie Strom werden meist separat abgerechnet
- Bindet an einen Platz – Flexibilität geht verloren
Bedeutung in der Praxis
Die Rechnung ist einfacher, als sie aussieht: Saisonpauschale geteilt durch die Zahl der geplanten Nächte, verglichen mit dem Übernachtungspreis. Der Haken liegt nicht im Preis, sondern in der Bindung. Wer einen Saisonplatz hat, fährt dorthin – auch dann, wenn er eigentlich das Meer sehen wollte.
Der wichtigste Punkt steht im Vertrag, nicht im Preis: Manche Plätze verlangen, dass der Standplatz zum Saisonende geräumt wird – der Wohnwagen muss dann ins Winterlager. Andere lassen ihn stehen. Beim Familien-Campingplatz Bertingen bleibt er stehen. Wer sich für einen Saisonplatz interessiert, klärt diese Frage vor der Unterschrift, weil sie über Winterlagerkosten und über den gesamten Aufwand entscheidet. Zur Abgrenzung siehe Dauercamping.
Für Familien mit kleinen Kindern spricht der Wegfall des Aufbaus. Freitagnachmittag ankommen und zwanzig Minuten später am Wasser sitzen, statt zwei Stunden aufzubauen – das ist der eigentliche Gewinn, nicht das Geld.