Kurz-Fakten

  • Auf Campingplätzen nur an gekennzeichneten Feuerstellen zulässig, nicht auf dem Stellplatz
  • Das Verbot auf dem Stellplatz erfasst vielerorts auch Feuerschalen und funkenarme Stove-Geräte
  • Die Waldbrandgefahrenstufe kann offenes Feuer und Kohlegrills kurzfristig ganz untersagen
  • Verbrannt wird trockenes, unbehandeltes Holz – kein lackiertes Holz, keine Paletten, kein Müll
  • Ein Feuer bleibt beaufsichtigt, bis es vollständig aus ist; Glut hält unter Asche stundenlang
  • Wasser oder Sand zum Löschen gehören ans Feuer, bevor es angezündet wird

Bedeutung in der Praxis

Der häufigste Irrtum betrifft die Feuerschale. Viele halten sie für die erlaubte Variante des Lagerfeuers am eigenen Platz – schließlich steht das Feuer in einem Behälter. Auf vielen Campingplätzen ist genau das untersagt, und zwar nicht aus Strenge: Die Genehmigung eines Platzes deckt offenes Feuer nur an den dafür hergerichteten Stellen ab, mit geprüftem Abstand zu Bäumen, Fahrzeugen und Zelten. Beim Familien-Campingplatz Bertingen gilt das Verbot auf dem Stellplatz ausdrücklich auch für Feuerschalen und für rauch- und funkenarme Stove-Geräte; gefeuert wird an den offiziellen Lagerfeuerstellen, die auf fast allen Camperwiesen verteilt und teils überdacht sind.

Was ein Feuer sicher macht, sind drei banale Dinge. Erstens der Untergrund und der Abstand – deshalb die feste Feuerstelle. Zweitens das Holz: trocken, unbehandelt und in überschaubarer Menge. Nasses Holz qualmt, harzreiches Nadelholz spritzt Funken, und lackiertes oder imprägniertes Holz gehört aus Gründen der Atemluft in keinen Ofen und in kein Feuer. Drittens der Abschluss: Ein Feuer ist nicht aus, wenn keine Flamme mehr zu sehen ist. Unter der Asche hält Glut stundenlang, und ein aufkommender Wind bringt sie zurück. Wasser oder Sand stehen deshalb bereit, bevor angezündet wird, und das Feuer wird abgelöscht, nicht sich selbst überlassen.

Mit Kindern ist das Feuer der Höhepunkt des Tages und die häufigste Verletzungsquelle zugleich. Die üblichen Verbrennungen entstehen nicht durch Flammen, sondern durch heiße Steine am Rand der Feuerstelle, durch Stockbrotstöcke, die als Fackel enden, und durch das Barfußlaufen über eine Stelle, an der gestern gefeuert wurde. Drei Regeln decken fast alles ab: Es gibt einen Abstand, der nicht unterschritten wird, jeder hat einen festen Sitzplatz, und nichts wird ins Feuer geworfen – kein Papier, keine Dose, kein Ast, den man vorher schwingt.

Zum Holz: Sammeln ist nur dort erlaubt, wo der Platz oder der Eigentümer es ausdrücklich gestattet, und dann nur liegendes Totholz. Am lebenden Baum wird nichts geschnitten, und in Schutzgebieten wird gar nichts entnommen. In Bertingen stellt der Platz dafür ein angrenzendes Waldgrundstück zur Verfügung; Schubkarre und Säge gibt es an der Rezeption.

Für Kinder: Feuer gibt es nur an der richtigen Feuerstelle, jeder hat seinen Platz zum Sitzen, und wir gehen erst schlafen, wenn wirklich nichts mehr glüht.

Verwandte Begriffe