Kurz-Fakten
- Setzt voraus, dass das Kind frei und stabil sitzen kann – der Zeitpunkt ist individuell
- Gestell mit Hüftgurt überträgt das Gewicht auf die Hüfte statt auf die Schultern
- Sonnendach und Regenschutz sind meist zubuchbar, nicht immer enthalten
- Ein Kind in der Kraxe bewegt sich nicht und kühlt deshalb schneller aus als die tragende Person
- Standfuß zum Abstellen: die Kraxe kippt beladen leicht, das Abstellen gehört auf ebenen Grund
Bedeutung in der Praxis
Der wichtigste Unterschied zum Kinderwagen ist die Temperatur. Wer trägt, kommt ins Schwitzen; wer getragen wird, sitzt still im Fahrtwind. Ein Kind in der Kraxe braucht deshalb regelmäßig mehr an – Mütze, Jacke, im Sommer Sonnenschutz und Kopfbedeckung. Das wird auf den ersten Kilometern gerne übersehen und ist der häufigste Grund für einen abgebrochenen Ausflug.
Der zweite Punkt sind die Pausen. Sitzen ohne Bewegung ist auch für kleine Kinder anstrengend. Eine Faustregel aus der Praxis: eher öfter absetzen und laufen lassen, als eine lange Etappe durchzuziehen. Und beim Absetzen darauf achten, dass der Standfuß auf festem, ebenem Boden steht, bevor die Gurte geöffnet werden.
Für die Elbaue und die Wege rund um den Platz ist die Kraxe eine gute Wahl, weil viele Strecken für einen Kinderwagen zu weich sind – Wiese, Sand, Waldboden, Deichkrone. Was gerade passierbar ist, sagt die Rezeption.
Für Kinder: Der Rucksack, in dem du sitzt. Von da oben siehst du mehr als alle anderen.