Kurz-Fakten
- Folgt der Elbe von der Quelle bis zur Mündung, auf deutschem Gebiet rund 1.300 Kilometer
- Überwiegend flach, weitgehend abseits des Autoverkehrs, in Etappen und Abschnitten fahrbar
- Untergrund wechselt zwischen Asphalt, Schotter und Betonplatten – letztere sind für schmale Reifen unangenehm
- Querungen meist per Fähre; Brücken liegen weit auseinander, und Fähren fahren nicht bei jedem Wasserstand
- Nach Hochwasser können Abschnitte gesperrt, verschlammt oder umgeleitet sein
- Der Familien-Campingplatz Bertingen liegt etwa 800 Meter vom Elberadweg entfernt
Bedeutung in der Praxis
Was Familien unterschätzen, ist nicht die Steigung, sondern der Wind. Auf offener Deichstrecke wirkt Gegenwind wie eine Steigung, die nicht endet – und anders als bei einem Berg sieht man ihr Ende nicht. Wer die Windrichtung vor der Tour prüft und die Rückfahrt mit Rückenwind plant, macht den größten Unterschied für den Tag. Auf der Elbe weht der Wind überwiegend aus westlichen Richtungen, verlässlich ist aber nur der Blick in den Wetterbericht am Morgen.
Die zweite Größe ist die Fähre. Weil Brücken auf diesem Abschnitt weit auseinanderliegen, hängen Rundtouren an den Elbquerungen – und eine Fähre ist kein Bauwerk, sondern ein Betrieb: Sie fährt zu bestimmten Zeiten, bei bestimmten Wasserständen und nicht an jedem Tag. Wer eine Runde plant, die auf einer Fähre zurückführt, klärt vorher, ob sie fährt, und hat einen Rückweg auf derselben Uferseite in der Hinterhand. Die nächstgelegenen Querungen von Bertingen aus sind die Fähre bei Rogätz und die Fähre Ferchland–Grieben.
Für Familien ist der Abschnitt gut geeignet, wenn man ihn in Häppchen fährt. Der Weg ist flach, weitgehend autofrei und hat mit Deichen, Altarmen, Fähren, Storchennestern und Rastplätzen genug Zwischenziele, um Kinder bei Laune zu halten. Sinnvoll ist es, nicht nach Kilometern zu planen, sondern nach Zielen – eine Fähre hin, ein Rastplatz zurück ist ein vollständiger Tag. Vom Platz aus sind es etwa 800 Meter bis zum Weg.
Ein Hinweis zum Untergrund: Auf Deichkronen liegen streckenweise Betonspurplatten mit Fugen. Sie sind mit breiten Reifen unproblematisch und mit schmalen Rennradreifen unangenehm bis riskant – Kinderräder und Anhänger fahren dort langsamer, als die Karte vermuten lässt.
Für Kinder: Ein Radweg, der immer am Fluss entlangführt. Man muss fast nie bergauf – dafür muss man manchmal gegen den Wind treten, und einmal fährt man mit dem Rad auf ein Schiff.