Kurz-Fakten
- Zwei Bauarten: klappbarer Stoffwagen mit Gestell und klassischer Holzwagen
- Entscheidend im Gelände ist die Bereifung – Luftreifen rollen auf Wiese und Sand, Hartplastikräder graben sich ein
- Eine Feststellbremse ist bei Gefälle relevant, nicht jedes Modell hat eine
- Faltwagen wiegen wenig und tragen weniger, Holzwagen umgekehrt
- Auf dem Platz gilt für den Bollerwagen dieselbe Schrittgeschwindigkeit wie für alles andere
Bedeutung in der Praxis
Die Bereifung entscheidet, nicht die Marke. Auf Asphalt funktioniert jeder Bollerwagen. Auf einer Wiese nach drei Regentagen, auf Waldweg und auf sandigem Untergrund funktionieren nur Luftreifen mit einer gewissen Breite. Wer den Wagen für den Campingplatz kauft und nicht für den Stadtpark, sollte an dieser Stelle nicht sparen – alles andere daran lässt sich verschmerzen.
Der zweite Punkt ist die Deichsel. Ein langer, höhenverstellbarer Zuggriff macht den Unterschied zwischen Ziehen und Schleppen, besonders bei Erwachsenen über einer gewissen Körpergröße. Und wer den Wagen von Kindern ziehen lässt, achtet darauf, dass die Deichsel nicht nach oben schnellt, wenn die Last hinten liegt.
Praktisch ersetzt der Bollerwagen auf einem nicht parzellierten Platz die letzten fünfzig Meter Auto. Anreise, Einkauf, Wäsche, Feuerholz, Badezeug, der Weg zum Spielplatz und die Rückfahrt am Abend mit einem eingeschlafenen Kind – das ist der Alltag, für den er da ist.
Für Kinder: Der Wagen, mit dem alles vom Auto zum Zelt kommt – und auf dem man am Abend zurückfahren darf, wenn die Beine nicht mehr wollen.