Kurz-Fakten

  • Drei oder mehr Gestängebögen mit mehrfachen Kreuzungen über die Zeltfläche
  • Freistehend – es hält auch ohne Abspannung seine Form
  • Die stabilste gängige Bauform bei Wind und Schnee
  • Schwerer, teurer und aufwendiger im Aufbau als Kuppel- und Tunnelzelt
  • Meist auf zwei bis vier Personen ausgelegt, selten als großes Familienzelt

Bedeutung in der Praxis

Der Geodät ist für Bedingungen gebaut, die man auf einem Campingplatz an der Elbe nicht antrifft. Seine Stärke – Formstabilität bei Sturm und Schneelast – ist eine Bergsteiger- und Expeditionsanforderung. Wer eine Woche im Sommer auf einer Wiese steht, bezahlt sie mit Gewicht, Aufbauzeit und Preis, ohne etwas davon zu haben.

Interessant wird er in zwei Fällen: bei Touren in exponiertem Gelände und beim Wintercamping mit Zelt. Dort zahlt sich aus, dass er freistehend ist und seine Form auch dann hält, wenn Abspannpunkte im Schnee nicht sicher setzbar sind.

Für den Platzurlaub sind Tunnel- und Steilwandzelt die passenderen Bauformen – sie geben für dasselbe Geld deutlich mehr nutzbaren Raum. Der Geodät ist keine bessere, sondern eine andere Antwort.

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