Kurz-Fakten
- Fiberglas splittert bei Bruch, Aluminium verbiegt sich und lässt sich meist noch verwenden
- Die Segmente werden gesteckt, nicht geschnellt – das Zusammenschnappen beschädigt die Steckenden
- Ein Reparaturröhrchen gehört ins Gepäck; es überbrückt einen Bruch bis zur echten Reparatur
- Das innenliegende Gummiseil längt sich mit den Jahren und ist austauschbar
- Luftzelte ersetzen das Gestänge durch Schläuche und haben dieses Problem nicht
Bedeutung in der Praxis
Der häufigste Schaden entsteht nicht im Sturm, sondern beim Aufbauen. Wer die Segmente aus der Tasche zieht und das Gummiseil sie zusammenschnappen lässt, schlägt die Steckenden gegeneinander. Nach einigen Saisons sind sie ausgeschlagen oder aufgerissen, und dort bricht die Stange dann auch. Segment für Segment stecken kostet zwei Minuten und verlängert die Lebensdauer erheblich.
Der zweite Punkt betrifft das Einfädeln. Gestänge werden durch die Kanäle geschoben, nicht gezogen – beim Ziehen trennen sich die Segmente im Kanal und verhaken sich. Zu zweit geht das schneller, und bei großen Zelten praktisch nur so.
Für die Reparatur unterwegs gibt es ein einfaches Hilfsmittel: ein kurzes Metallröhrchen, das über die Bruchstelle geschoben und mit Klebeband fixiert wird. Es liegt bei vielen Zelten bei, wird selten bemerkt und rettet im Ernstfall den Urlaub. Wer keines hat, kauft eines – es kostet wenig und wiegt nichts.