Kurz-Fakten

  • Senkrechte Wände, dadurch Stehhöhe bis nahe an den Rand
  • Meist mit mehreren abtrennbaren Schlafkabinen und einem Wohnbereich
  • Deutlich schwerer und größer im Packmaß als Tunnel- oder Kuppelzelt
  • Windempfindlicher als geneigte Bauformen, sorgfältiges Abspannen ist Pflicht
  • Auf längere Standzeiten ausgelegt, nicht auf tägliches Auf- und Abbauen

Bedeutung in der Praxis

Der Gewinn ist der Alltag. In einem Tunnelzelt derselben Grundfläche steht man in der Mitte und kniet am Rand; im Steilwandzelt lässt sich der ganze Raum nutzen – Betten an die Wand, Tisch in die Mitte, aufrecht anziehen. Bei einer Woche mit Kindern ist das kein Detail, sondern der Unterschied zwischen Zelt und Wohnung auf Zeit.

Die Kehrseite steht im Wetterbericht. Steile Flächen leiten Wind nicht ab, sie halten dagegen. Deshalb gilt für diese Bauform besonders: alle vorgesehenen Abspannungen setzen, nicht nur die vier Ecken, und die Sturmleinen auch dann spannen, wenn es beim Aufbau windstill ist. Bei angekündigtem Sturm ist ein Steilwandzelt die Bauform, die zuerst Probleme macht.

Für die Anreise relevant: Gewicht und Packmaß liegen deutlich über dem eines Tunnelzelts, und der Aufbau ist zu zweit eine Sache von einer halben bis ganzen Stunde. Für Standurlaub ist das in Ordnung, für eine Rundreise mit täglichem Ortswechsel nicht.

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