Kurz-Fakten
- Ausgelöst durch ein Virus, das beim Zeckenstich übertragen werden kann
- Das Robert Koch-Institut veröffentlicht jährlich eine Karte der ausgewiesenen Risikogebiete
- Die Ausweisung erfolgt landkreisweise und ändert sich über die Jahre
- Nicht jede Zecke trägt das Virus, und nicht jeder Stich führt zu einer Erkrankung
- Der wirksamste Schutz vor Zeckenstichen ist mechanisch: bedeckende Kleidung und gründliches Absuchen
Bedeutung in der Praxis
Dieser Eintrag erklärt den Begriff und gibt keine medizinische Empfehlung. Ob eine Impfung sinnvoll ist, hängt von Wohnort, Reisezielen, Aufenthaltsdauer im Freien und persönlichen Umständen ab. Diese Abwägung trifft eine Ärztin oder ein Arzt anhand der jeweils geltenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Welche Landkreise als Risikogebiete ausgewiesen sind, veröffentlicht das Robert Koch-Institut.
Was unabhängig davon für jeden Aufenthalt im Grünen gilt, ist der mechanische Schutz. Er wirkt gegen alle durch Zecken übertragbaren Erreger gleichermaßen: lange Hosen und geschlossene Schuhe im hohen Gras, helle Kleidung, auf der Zecken sichtbar sind, Wege nutzen statt durch Unterholz zu gehen – und nach jedem Tag draußen das gründliche Absuchen. Bei Kindern besonders Haaransatz, Nacken, hinter den Ohren, Achseln und Kniekehlen.
Eine gefundene Zecke wird zügig entfernt. Wie das im Einzelfall zu handhaben ist und was danach zu beachten ist, sagt die Arztpraxis – bei Kindern ohnehin, und bei jeder Unsicherheit.
Für Kinder: Nach dem Spielen draußen schauen wir zusammen nach, ob eine Zecke mitgekommen ist. Das gehört zum Tag dazu wie das Zähneputzen.