Kurz-Fakten
- Ausgelöst durch Bakterien der Gattung Borrelia, übertragbar durch den Zeckenstich
- Es gibt für den Menschen keine Schutzimpfung – im Unterschied zur FSME
- Borrelien kommen bundesweit vor, es gibt keine Risikogebietskarte wie bei FSME
- Nicht jede Zecke ist Trägerin, und nicht jeder Stich führt zu einer Infektion
- Das zügige Entfernen einer Zecke senkt das Übertragungsrisiko
Bedeutung in der Praxis
Auch dieser Eintrag erklärt nur den Begriff. Ob nach einem Zeckenstich etwas zu veranlassen ist, worauf zu achten ist und wie behandelt wird, beantwortet ausschließlich eine Ärztin oder ein Arzt. Das gilt besonders bei Kindern und bei jeder Unsicherheit über einen Hautbefund.
Der Unterschied zur FSME, der praktisch relevant ist: Für Borreliose existiert keine Impfung. Der einzige Schutz ist deshalb, Stiche zu vermeiden und gefundene Zecken rasch zu entfernen. Das macht das tägliche Absuchen nach einem Tag im Grünen zum wichtigsten Punkt – und zwar überall in Deutschland, nicht nur dort, wo eine Risikogebietskarte etwas ausweist.
Für den Campingalltag heißt das nichts Dramatisches, sondern eine Gewohnheit: abends beim Umziehen gemeinsam nachsehen, bei Kindern besonders an Haaransatz, Nacken, hinter den Ohren, in den Achseln und Kniekehlen. Eine Zeckenzange oder -karte gehört in jede Campingapotheke.