Kurz-Fakten

  • Raupen leben an Eichen und ziehen in charakteristischen Reihen zu ihren Fraßplätzen
  • Ab dem dritten Larvenstadium tragen sie Brennhaare mit einem reizauslösenden Eiweiß
  • Die Haare lösen sich, werden vom Wind verweht und bleiben in Nestern und Bodenstreu lange wirksam
  • Weder Raupen noch Nester berühren – auch alte, verlassene Nester nicht
  • Die Beseitigung ist Sache von Fachfirmen und der zuständigen Kommune beziehungsweise Forstverwaltung

Bedeutung in der Praxis

Die Regel ist einfach und ohne Ausnahme: nicht anfassen, Abstand halten, melden. Wer auf einem Campingplatz oder an einem Wanderweg ein Gespinstnest an einer Eiche entdeckt, meldet es an der Rezeption beziehungsweise bei der Gemeinde. Die Beseitigung erfolgt durch Fachleute mit Schutzausrüstung und Absaugtechnik – nicht mit dem Wasserschlauch, nicht mit dem Besen und nicht mit Feuer, weil dabei Haare aufgewirbelt werden.

Für Kinder ist der wichtigste Punkt, dass die Raupen interessant aussehen. Sie ziehen in einer Reihe, sie sind behaart, und sie sind langsam genug zum Anfassen. Genau deshalb gehört das Thema in ein Gespräch vor dem ersten Waldtag: Diese Raupen sehen wir uns nur aus der Entfernung an.

Bei Hautkontakt oder Atemwegsbeschwerden ist die Arztpraxis zuständig, bei Beschwerden mit den Augen ebenso. Dieser Eintrag gibt keine Behandlungshinweise. Ob und wo in einer Region aktuell ein Befall bekannt ist, sagt die Kommune oder die Forstverwaltung.

Für Kinder: Raupen, die in einer langen Reihe an Eichen entlanglaufen. Sie haben ganz feine Haare, die auf der Haut jucken – deshalb schauen wir nur, und wir fassen sie nie an.

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