Kurz-Fakten
- Reibbeläge greifen seitlich und teils vertikal am Kugelkopf und dämpfen Pendelbewegungen
- Der Kugelkopf muss dafür fettfrei und sauber sein – Fett setzt die Wirkung außer Kraft
- Reibbeläge sind Verschleißteile und werden mit den Jahren ersetzt
- Ersetzt weder korrekte Beladung noch angepasste Geschwindigkeit
- Wird teils in Kombination mit einem elektronischen Schleuderschutz am Anhänger verbaut
Bedeutung in der Praxis
Der häufigste Fehler ist Fett am Kugelkopf. Bei einer normalen Kupplung gehört dort Fett hin; bei einer Antischlingerkupplung setzt es genau die Reibung außer Kraft, auf der die Wirkung beruht. Wer von einer Kupplung auf die andere wechselt, reinigt den Kugelkopf gründlich – sonst hat er das Bauteil bezahlt und nichts davon.
Was sie leistet und was nicht, lässt sich klar trennen. Sie dämpft beginnende Pendelbewegungen, bevor sie sich aufschaukeln, und macht ein korrekt beladenes Gespann bei Seitenwind und beim Überholtwerden deutlich ruhiger. Sie kann jedoch keine Beladungsfehler ausgleichen: Ein Wohnwagen mit dem Gewicht am Heck bleibt kritisch, und bei zu hoher Geschwindigkeit hilft kein Bauteil.
Wenn ein Gespann trotzdem zu pendeln beginnt, gilt die bekannte Reihenfolge: nicht gegenlenken, nicht abrupt bremsen, sondern Gas wegnehmen und das Gespann sich beruhigen lassen. Wer regelmäßig mit Anhänger fährt, findet Fahrsicherheitstrainings für Gespanne bei Automobilclubs und Verkehrswachten.