Kurz-Fakten
- Trägt Kupplung, Auflaufeinrichtung, Stützrad und meist den Gasflaschenkasten
- Gewicht im Deichselkasten geht fast vollständig in die Stützlast ein
- Die Auflaufbremse bremst den Anhänger, sobald er auf das Zugfahrzeug aufschiebt
- Am Bruchseil hängt die Notbremsung, falls sich der Anhänger löst – es ist bei jeder Fahrt einzuhängen
- Rangierhilfen und Stützrad sind vor der Abfahrt hochzukurbeln und zu sichern
Bedeutung in der Praxis
Der Deichselkasten ist der Hebel, an dem die Stützlast hängt. Zwei Gasflaschen und eine Batterie ganz vorn wiegen zusammen mehr, als viele annehmen, und sie liegen am längsten Hebelarm. Wer die zulässige Stützlast überschreitet, merkt es beim Ankuppeln nicht – aber das Zugfahrzeug hängt hinten durch, und die Vorderachse wird entlastet. Eine Stützlastwaage kostet wenig und beantwortet die Frage in zwei Minuten.
Zwei Handgriffe vor jeder Abfahrt gehören zur Deichsel: Das Bruchseil oder Abreißseil wird eingehängt – es löst die Bremse aus, falls sich der Anhänger von der Kupplung trennt. Und das Stützrad wird vollständig hochgekurbelt und festgezogen; ein herabhängendes Stützrad ist einer der häufigsten Schäden auf der ersten Ausfahrt der Saison.
Bei der Auflaufbremse gilt: Sie arbeitet mechanisch, indem der Anhänger beim Bremsen auf die Deichsel aufschiebt. Deshalb ist beim Rückwärtsfahren mit älteren Anhängern etwas Gefühl nötig – moderne Auflaufeinrichtungen haben eine Rückfahrautomatik, die das übernimmt.