Schönwalde (Altmark) – Kapelle von 1851 nach dem Dorfbrand
Schönwalde ist ein Beispiel dafür, wie ein einziges Ereignis das Aussehen eines Dorfes bis heute bestimmt.
Der Brand von 1847
In der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 1847 brannte das Dorf. Die Kirche wurde dabei zerstört; an ihrer Stelle entstand bis 1851 eine neugotische Kapelle aus Backstein. Als sich der Turm 1931 für zwei nachgekaufte Glocken als zu eng erwies, wurde er durch einen breiteren Fachwerkturm ersetzt. 1994 wurde das Kirchendach zuletzt neu eingedeckt, 2011 bekam der Turm eine neue Ausfachung.
Dorfbrände waren in der Altmark bis ins 19. Jahrhundert eine reale Bedrohung: Fachwerk, Stroh und eng stehende Häuser – ein Funke reichte. Dass danach in Backstein gebaut wurde, ist keine Modeerscheinung, sondern eine Lehre. Wer mit Kindern über Brandgefahr und Feuer spricht, hat hier ein Beispiel, das nicht abstrakt ist.
Radfernweg durch den Ort
Durch Schönwalde führt der Altmarkrundkurs, einer der Radfernwege der Region. Das macht den Ort für Tagestouren interessant, die nicht am Fluss entlangführen sollen – die Strecken durch die offene Altmark sind eine andere Erfahrung als die Elbuferstraße: weniger Schatten, mehr Weite, mehr Wind.
Südlich vom Dorf steht seit 2010 eine Biogasanlage; ansässig sind drei Landwirtschaftsbetriebe.
Wann sich der Weg lohnt
Als Punkt auf einer Radrunde über den Altmarkrundkurs. Als Autoziel für einen Nachmittag nicht – dafür gibt der Ort zu wenig her.
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Ausflugsziele in Schönwalde
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