Jerchel – Backsteinkirche um 1200 und der Taubenturm „Penko“
Jerchel hat zwei Bauwerke, die in ihrer Art bemerkenswert sind – und das zweite ist das, an das sich Kinder erinnern.
Die Kirche um 1200
Ein Backsteinbau aus der Zeit um 1200 gehört zu den ältesten Gebäuden der näheren Umgebung. Bemerkenswert ist das Material: Backstein war um 1200 im nördlichen Deutschland neu – die Backsteingotik, für die Tangermünde und Stendal bekannt sind, beginnt in dieser Zeit. Wer die Reihenfolge Feldstein, früher Backstein, Backsteingotik einmal an drei Gebäuden zeigen kann, hat einen Zugang zu Baugeschichte, der ohne Museum auskommt.
Die Ausstattung ist barock. An der Ostwand des Chores hängt das Wappen der Familie von Itzenplitz, deren Patronat über Jerchel bereits für das 15. Jahrhundert bezeugt ist.
„Penko“
Vom ehemaligen Rittergut aus dem frühen 19. Jahrhundert ist ein schlanker runder Taubenturm mit spitzem Kegeldach erhalten – ein Taubenhaus auf einem Rundpfeiler. Die Bevölkerung nennt ihn Uhrenturm „Penko“, und er gilt als inoffizielles Wahrzeichen des Ortes. Ein Gebäude, das aussieht wie aus einem Bilderbuch und einen Spitznamen hat: Das trägt einen Ausflug mit Kindern weiter als jede Jahreszahl.
Wann sich der Weg lohnt
Als Ziel einer Radtour Richtung Tangermünde – Jerchel liegt an der Landstraße dorthin – oder als Stopp, wenn man ohnehin in diese Richtung fährt. Für eine eigene Autofahrt ist die Strecke lang im Verhältnis zum Programm.
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