Unter, in und vor dem Zelt lassen sich drei verschiedene Lagen auslegen. Sie erfüllen unterschiedliche Zwecke und werden regelmäßig verwechselt.
Der Footprint – unter dem Zelt
Zweck: Schutz des Zeltbodens vor Abrieb, Steinen und Wurzeln. Er verlängert die Lebensdauer erheblich und ist bei teuren Zelten eine sinnvolle Investition.
Die eine Regel: Er muss kleiner sein als die Zeltgrundfläche. Steht er über, sammelt sich Regenwasser darauf und läuft direkt unter das Zelt – die Ursache für viele vermeintlich undichte Zelte.
Alternative: Eine zugeschnittene Bauplane erfüllt denselben Zweck für einen Bruchteil des Preises.
Der Zeltteppich – im Vorzelt
Zweck: angenehmerer Untergrund im überdachten Bereich, weniger Sand im Zelt, wärmer unter den Füßen.
Wichtig: Auf Wiesenplätzen sind luftdurchlässige Teppiche vorgeschrieben oder zumindest erwünscht. Eine dichte Plane über mehrere Tage tötet den Rasen ab – deshalb untersagen viele Plätze sie ausdrücklich.
Die Isomatte – im Zelt
Zweck: Isolierung gegen Kälte von unten. Sie ist keine Unterlage im Sinne der beiden anderen, sondern das Wärmeelement.
Weder Footprint noch Zeltteppich ersetzen sie. Wer glaubt, eine Plane unter dem Zelt würde wärmen, friert.
Was zusätzlich hilft
- Eine Fußmatte am Eingang. Der wirksamste einzelne Gegenstand gegen Sand im Zelt.
- Ein Schuhregal oder eine Kiste vor dem Eingang.
- Ein Handtuch griffbereit, wenn Kinder aus dem Nassen kommen.
Was man nicht braucht
Eine zweite Plane über dem Zelt gegen Regen – sie verhindert Belüftung und erzeugt Kondenswasser. Beschwerte Randleisten für den Zeltteppich, wenn ohnehin abgespannt wird. Und die dritte Lage Teppich im Innenzelt, die nur Sand sammelt.
Woher wir das wissen
Wenn nach einer Regennacht jemand ein undichtes Zelt meldet, liegt es häufig an einer überstehenden Unterlage. Fünf Zentimeter Überstand reichen, um Wasser zu sammeln.