Weihnachtsfeiern sind das planbarste Ereignis des Jahres und werden am unzuverlässigsten geplant. Der Grund ist simpel: Alle wollen dieselben vier Wochen.

Der Zeitplan

WannWas
August bis SeptemberTermin festlegen, Lokal anfragen, reservieren
OktoberForm festlegen: Buffet, Menü oder Platte
Anfang NovemberEinladung, Rückmeldungen einsammeln
Zwei Wochen vorherEndgültige Personenzahl, Unverträglichkeiten, Ablauf
Eine Woche vorherSitzordnung, Getränkeregelung, Rückfahrt klären

Wer erst im November anfragt, bekommt in vielen Häusern nur noch Termine unter der Woche – und das ist die häufigste Ursache für schlecht besuchte Feiern.

Die drei Fragen, die alles bestimmen

1. Wie viele Personen, und wie verbindlich?

Die Personenzahl bestimmt Form, Raum und Preis. Entscheidend ist nicht die eingeladene, sondern die zugesagte Zahl – und bis wann sie sich noch ändern darf. Diese Frist gehört in die Einladung, nicht in ein späteres Erinnerungsschreiben.

2. Buffet, Menü oder Platte?

  • Buffet – bei gemischten Gruppen, unterschiedlichen Vorlieben, längeren Abenden. Jeder findet etwas, niemand wartet.
  • Menü – bei festlichem Rahmen und überschaubarer Zahl. Ruhiger Ablauf, klarer Preis, alle bekommen dasselbe.
  • Platte – bei Gruppen, die zusammen an Tischen sitzen und es locker mögen.

3. Wer zahlt was?

Die Frage, die am häufigsten ungeklärt bleibt und am Abend für Unruhe sorgt. Zu klären ist: Sind Getränke im Preis enthalten oder werden sie einzeln abgerechnet? Gibt es eine Obergrenze? Wird gemeinsam oder getrennt bezahlt? Wer das vorher sagt, hat am Ende kein Thema damit.

Was regelmäßig vergessen wird

  • Die Rückfahrt. Auf dem Land gibt es abends kaum Verbindungen. Fahrgemeinschaften, Taxi oder Übernachtung gehören in die Planung.
  • Unverträglichkeiten. Vollständig und vorher, nicht am Tisch.
  • Ein Ablauf. Auch eine lockere Feier braucht einen Zeitpunkt, an dem gegessen wird, und einen, an dem jemand etwas sagt.
  • Menschen, die nicht trinken. Eine Auswahl alkoholfreier Getränke, die über Wasser und Cola hinausgeht, ist eine Kleinigkeit mit großer Wirkung.

Feiern mit Familien

Wo Kinder dabei sind, ändert sich der Zeitrahmen: früher anfangen, früher essen, und einen Bereich haben, in dem Kinder sein können, ohne dass jemand aufsteht. Ein Buffet ist dann fast immer die richtige Form – Kinder bedienen sich selbst und essen, wenn sie Hunger haben, nicht wenn der Gang kommt.