Ein Menü zum Abholen löst ein Problem, das an Feiertagen viele haben: Man möchte gut essen, aber nicht den halben Tag in der Küche stehen – und alle Restaurants sind ausgebucht oder geschlossen.
Was ein gutes Abholmenü ausmacht
Nicht jedes Gericht überlebt Transport und Aufwärmen. Was funktioniert:
- Geschmortes und Langgegartes. Braten, Gulasch, Rouladen, gesmoktes Fleisch – sie werden beim erneuten Erhitzen eher besser als schlechter.
- Saucen getrennt. Getrennt transportiert, getrennt erhitzt, erst auf dem Teller zusammengeführt.
- Beilagen, die Struktur behalten – Klöße, Kartoffeln, Rotkohl.
Was nicht funktioniert: alles Frittierte, Paniertes, kurz Gebratenes und alles mit Blätterteig. Ein Schnitzel, das eine halbe Stunde in einer geschlossenen Schale liegt, ist kein Schnitzel mehr.
Die Übergabe
Der Punkt, an dem es an Feiertagen schiefgeht. Zu klären ist:
- Ein festes Zeitfenster. An Heiligabend holen alle gleichzeitig ab – ohne gestaffelte Zeiten steht man in einer Schlange.
- Wo genau. Eingang, Seitentür, Fenster.
- Ob bezahlt ist. Vorkasse macht die Übergabe schneller.
- Was mitzubringen ist. Manche Häuser geben in eigenen Behältern aus, andere in Einweg.
Transport
Warm bleibt es nicht lange. Was hilft: eine Kühlbox, die als Warmhaltebox verwendet wird – sie isoliert in beide Richtungen. Decken um die Behälter wirken ebenfalls. Und die direkte Fahrt nach Hause, nicht der Umweg über die Verwandtschaft.
Aufwärmen
- Im Ofen bei mäßiger Hitze statt in der Mikrowelle, abgedeckt, mit einem Schuss Flüssigkeit. Das ist der Unterschied zwischen saftig und trocken.
- Sauce separat im Topf, nicht mit dem Fleisch zusammen.
- Fleisch als Letztes. Beilagen brauchen länger.
- Nicht zweimal. Was einmal aufgewärmt wurde, wird beim zweiten Mal nichts mehr.
Ein gutes Haus legt eine Anleitung bei. Wenn nicht: nachfragen, bevor man losfährt.
Die Bestellfrist
Abholmenüs zu Feiertagen werden Wochen vorher geplant, weil Einkauf und Vorbereitung an der Menge hängen. Fristen von zwei bis vier Wochen sind üblich, und ausgebucht heißt hier tatsächlich ausgebucht – anders als bei einem Tisch lässt sich nichts dazwischenschieben.
Für wen es sich lohnt
Für Familien, die zu Hause feiern wollen, für alle, die niemanden zum Kochen abstellen möchten, und für Haushalte, in denen ein Festessen für zwei Personen den Aufwand nicht lohnt. Weniger sinnvoll ist es, wenn der Weg lang ist – ab etwa zwanzig Minuten Fahrt wird das Ergebnis merklich schlechter.