Ein Saisonstellplatz ist ein für die ganze Saison gemieteter Standplatz. Der Wohnwagen bleibt stehen, man kommt und fährt, ohne auf- und abzubauen.

Die Rechnung

Saisonpauschale geteilt durch die Zahl der geplanten Nächte, verglichen mit dem Übernachtungspreis für die Familie. Wichtig: Beim Übernachtungspreis rechnen Familien alle Personen mit, bei der Saisonpauschale sind sie meist enthalten oder deutlich günstiger. Das verschiebt die Schwelle nach unten.

Als grober Anhaltspunkt lohnt es sich ab etwa dem Punkt, an dem eine Familie mehr als sechs bis acht Wochenenden plus einen längeren Aufenthalt im Jahr verbringt. Wer nur in den Sommerferien zwei Wochen fährt, ist mit Einzelbuchungen besser bedient.

Was dazukommt

  • Strom nach Zähler, oft mit Grundgebühr
  • Wasser und Abwasser, je nach Platz pauschal
  • Winterlager, falls der Wagen nicht stehen bleiben darf
  • Vorzelt – auf einem Saisonplatz baut man das Ganzzelt auf, und das kostet

Der eigentliche Gewinn

Er steht nicht in der Rechnung: Der Aufbau entfällt. Freitagnachmittag ankommen und zwanzig Minuten später am Wasser sitzen, statt zwei Stunden aufzubauen – das ist der Unterschied zwischen einem Wochenende, das sich lohnt, und einem, das man sich spart.

Für Familien mit kleinen Kindern ist das oft der Punkt, an dem aus vier Aufenthalten im Jahr zwölf werden. Nicht weil es günstiger wäre, sondern weil die Hürde weg ist.

Was man aufgibt

Flexibilität. Wer einen Saisonplatz hat, fährt dorthin – auch wenn er eigentlich das Meer sehen wollte. Das ist der ehrliche Preis, und er ist höher, als die meisten vorher annehmen.

Zweitens: Man ist Teil einer Nachbarschaft. Dieselben Menschen, jedes Wochenende, die ganze Saison. Für die meisten Familien ist genau das der Reiz – die Kinder haben ihre Freunde. Wer lieber anonym bleibt, ist auf einem Saisonplatz falsch.

Woran man den passenden Platz erkennt

  • Andere Familien mit Kindern ähnlichen Alters. Der wichtigste Punkt. Ein Saisonbereich, der überwiegend aus Paaren im Ruhestand besteht, ist für eine Familie mit zwei Grundschulkindern kein guter Ort – für beide Seiten nicht.
  • Erreichbarkeit. Über eine Stunde Anfahrt, und aus dem Freitagabend wird nichts.
  • Was im Winter gilt. Darf der Wagen stehen bleiben? Ist Wasser abgestellt? Gibt es Zugang?
  • Wie mit Untervermietung und Besuch umgegangen wird.

Vorher ausprobieren

Wer unsicher ist, verbringt eine Saison mit Einzelbuchungen auf demselben Platz. Danach weiß man, ob man wirklich immer dorthin will – und kennt die Nachbarn schon.

Woher wir das wissen

Saisoncamper kommen häufiger und bleiben kürzer als Urlaubsgäste. Ein Wochenende mit einer Anfahrt von vierzig Minuten funktioniert; bei neunzig Minuten bleibt der Wagen die meisten Wochenenden stehen.