Der Kastenwagen ist das Fahrzeug, das man auch im Alltag fahren kann. Für Familien ist er ein Kompromiss mit klaren Kanten.

Was dafür spricht

  • Abmessungen. Er passt in normale Parklücken und durch enge Ortsdurchfahrten. Für Ausflüge in Städte ist das ein realer Unterschied.
  • Fahrverhalten. Kein Aufbauüberhang, geringere Höhe, weniger Seitenwindanfälligkeit als ein Alkovenmobil.
  • Verbrauch liegt unter dem größerer Bauformen.
  • Alltagstauglichkeit. Er ersetzt in vielen Familien das Zweitfahrzeug.

Wo es eng wird

Schlafplätze

Der entscheidende Punkt. Die meisten Kastenwagen haben zwei feste Schlafplätze im Heck; Kinder schlafen im Hubbett oder auf umgebauter Sitzgruppe. Bei zwei Kindern bedeutet das täglichen Umbau.

Sitzplätze

Häufig sind nur vier Sitzplätze mit Gurten eingetragen, davon zwei im Fahrerhaus. Eine fünfköpfige Familie scheidet damit aus – und bei Kindersitzen ist zusätzlich die Gurtart zu prüfen.

Stauraum

Fahrräder, Bollerwagen, Strandausrüstung: Der Heckstauraum ist bei Kastenwagen begrenzt und oft von den Betten belegt. Ein Heckträger löst das, kostet aber Zuladung und Heckzugang.

Regentage

Vier Personen bei Dauerregen in einem Kastenwagen ohne Vorzelt sind eng. Eine Markise mit Seitenwänden ist hier kein Zubehör, sondern die Voraussetzung dafür, dass ein Regentag erträglich bleibt.

Für wen er passt

Gut: Familien mit einem Kind, Paare mit gelegentlicher Begleitung, Reisende mit häufigem Ortswechsel, alle die das Fahrzeug im Alltag nutzen.

Weniger gut: Familien mit zwei oder mehr Kindern und längeren Standzeiten, alle die viel Ausrüstung mitnehmen, Reisen in der kalten Jahreszeit mit vielen Regentagen.

Der Kompromiss

Viele Familien lösen es so: Kastenwagen für die Eltern und das kleine Kind, Bodenzelt für die größeren Kinder. Das funktioniert im Sommer gut und im Frühjahr weniger – und es ist wieder ein Zelt, das aufgebaut werden muss.