Camping mit kleinen Kindern scheitert selten am Zelt und häufiger an der Logistik: nasse Sachen, volle Windelbeutel, klebrige Hände ohne Waschbecken in Reichweite. Alles lösbar, aber nicht nebenbei.
Müll
- Verschließbare Beutel für gebrauchte Windeln. Nicht wegen der Optik, sondern wegen der Sommertemperaturen.
- Zwischenlager mit Deckel am Stellplatz, das täglich geleert wird – ein offener Sack am Zelt zieht Wespen und Tiere an.
- Trennung nach den Vorgaben des Platzes. Windeln gehören in den Restmüll, nie in die Biotonne.
- Feuchttücher gehören ebenfalls in den Restmüll und nicht in die Toilette – auch dann nicht, wenn auf der Packung etwas anderes steht.
Wäsche
Mit kleinen Kindern fällt mehr Wäsche an als geplant, und im Zelt trocknet nichts. Was hilft:
- Eine Leine mit Sonnenplatz statt eines Ständers im Schatten. Wind trocknet mehr als Wärme.
- Waschmaschinen auf dem Platz vorher einplanen – auf Familienplätzen sind sie in der Hauptsaison belegt.
- Handwäsche für Kleinteile in einer Faltschüssel, nicht im Waschbecken des Sanitärgebäudes. Letzteres ist Gemeinschaftsraum.
- Abends abnehmen. Wäsche, die über Nacht hängt, ist morgens durch den Tau feuchter als am Abend.
Hände und Gesichter
Ein Kanister mit Zapfhahn am Stellplatz löst das Meiste: Hände vor dem Essen, Sand aus dem Gesicht, Matsch von den Knien. Warmes Wasser gibt es im Sanitärgebäude, für alles andere reicht kaltes. Handdesinfektion ist eine Ergänzung für unterwegs und kein Ersatz für Wasser und Seife.
Das Sanitärgebäude mit Kindern
Duschen mit Kleinkindern funktioniert am besten in den Randzeiten – früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn weniger los ist. Familienduschen oder Familienbäder bieten Platz für zwei; ob es sie gibt, fragt man beim Einchecken. Rutschige Böden sind das eigentliche Risiko, deshalb gehören Badeschuhe für alle mit ins Gepäck.
Was man sich sparen kann
Mobile Waschgeräte, Wickelstationen für den Stellplatz und Spezialbehälter für Windeln lösen Probleme, die die Kombination aus Faltschüssel, Kanister und verschließbaren Beuteln ebenfalls löst – bei einem Bruchteil des Platzbedarfs im Auto.
Woher wir das wissen
Die Rückmeldung, die wir zu Sanitäranlagen am häufigsten bekommen, betrifft nicht die Ausstattung, sondern die Uhrzeit. Wer mit Kindern um acht Uhr morgens duschen will, steht an; wer es um zehn tut, hat das Gebäude fast für sich.