Ob Familienfeier, Vereinsausfahrt, Camper-Gruppe oder Klassenfahrt: Ab etwa einem Dutzend Personen ist Essen keine Bestellung mehr, sondern eine Planung.

Die drei Formen

Buffet

Passt bei: gemischten Gruppen, unterschiedlichen Vorlieben, Kindern, längeren Feiern.

Vorteil: Jeder nimmt, was er mag und so viel er mag. Kinder bedienen sich selbst, Wählerische finden etwas, Wartezeiten entfallen fast vollständig.

Nachteil: Aufwand und Preis liegen höher als beim Menü, weil mehr Komponenten vorbereitet werden. Und es bleibt regelmäßig etwas übrig.

Platte

Passt bei: Gruppen, die zusammen an Tischen sitzen, geselligen Runden, Grillrunden.

Vorteil: kommt in einem Zug auf den Tisch, alle essen gleichzeitig, gemeinschaftlich. Für Camper- und Vereinsgruppen die unkomplizierteste Form.

Nachteil: weniger Auswahl, und wer eine Unverträglichkeit hat, braucht eine eigene Lösung.

Passt bei: festlichen Anlässen, überschaubarer Personenzahl, wenn ein Ablauf gewünscht ist.

Vorteil: planbar im Preis, ruhiger Ablauf, klarer Rahmen.

Nachteil: Alle bekommen dasselbe. Mit Kindern und Wählerischen wird das schwierig, wenn nicht Alternativen vereinbart sind.

Mengen

Als grobe Orientierung, wenn nichts anderes vereinbart ist:

  • Erwachsene: etwa 400 bis 500 Gramm Speisen insgesamt je Person bei einem Buffet
  • Kinder: etwa die Hälfte, aber mit anderer Verteilung – mehr Beilagen, weniger Fleisch
  • Fleisch: rund 200 bis 250 Gramm je Erwachsenem als Hauptkomponente
  • Am Abend wird mehr gegessen als mittags, an heißen Tagen weniger

Diese Werte sind Erfahrungswerte. Der Anbieter kalkuliert selbst – wichtig ist, ihm die richtigen Angaben zu geben.

Was ein Anbieter wissen muss

  1. Genaue Personenzahl, getrennt nach Erwachsenen und Kindern, und bis wann sie sich noch ändern darf
  2. Uhrzeit und wie lange die Gruppe bleiben möchte
  3. Unverträglichkeiten und Ernährungsformen – vollständig und vorher, nicht am Tisch
  4. Anlass, weil er die Form bestimmt
  5. Getränke: Abrechnung nach Verbrauch oder Pauschale
  6. Ob draußen oder drinnen gegessen wird und was bei Regen gilt

Der dritte Punkt ist der, an dem es am häufigsten klemmt. Eine Unverträglichkeit, die erst beim Servieren genannt wird, lässt sich in einer Küche mit dreißig Portionen nicht mehr auffangen.

Vorlaufzeit

Für Gruppen ab etwa zwölf Personen sollte man einige Wochen einplanen, in der Hauptsaison länger. Wer gesmokte Gerichte möchte, muss weiter im Voraus fragen – die brauchen ihre Zeit und lassen sich nicht kurzfristig einschieben.

Mit Kindergruppen

  • Buffet schlägt Menü deutlich
  • Eine erkennbare Reihenfolge festlegen, sonst stehen dreißig Kinder gleichzeitig an
  • Getränke auf die Tische statt an die Ausgabe
  • Ein einfaches Gericht ohne Überraschungen einplanen – es gibt in jeder Gruppe jemanden, der nichts Neues isst

Woher wir das wissen

Gruppen, die Personenzahl und Unverträglichkeiten eine Woche vorher schriftlich durchgeben, haben einen ruhigeren Abend. Es ist der einfachste Beitrag, den eine Gruppe leisten kann.

Offenlegung

Das Restaurant „Zum Indianer“ liegt am Familien-Campingplatz Bertingen und gehört zum selben Betrieb wie dieses Portal. Wir nennen es hier trotzdem – oder gerade deshalb –, weil eine Empfehlung ohne diesen Hinweis unehrlich wäre. Wie wir mit solchen Fällen umgehen, steht unter Redaktionelle Grundsätze.