Gas versorgt Kocher, Kühlschrank und Heizung. Der Umgang damit ist unspektakulär, hat aber vier Punkte, bei denen es keinen Spielraum gibt.

Tausch- oder Eigentumsflasche

  • Tauschflasche (meist grau oder rot) gehört dem Anbieter. Man tauscht leer gegen voll, bezahlt nur den Inhalt. Einfach, überall verfügbar.
  • Eigentumsflasche gehört einem selbst und wird befüllt. Günstiger im Betrieb, aber nicht überall befüllbar – und im Ausland gelten andere Anschlüsse.

Für Familien, die in Deutschland unterwegs sind, ist die Tauschflasche die unkompliziertere Wahl.

Die vier harten Punkte

  1. Ventil während der Fahrt schließen, sofern keine zugelassene Sicherheitseinrichtung etwas anderes erlaubt.
  2. Aufrecht transportieren und sichern. Liegend transportierte Flaschen können Flüssiggas statt Gasphase abgeben.
  3. Nur im belüfteten Gaskasten lagern, nicht im Wohnraum, nicht im Kofferraum des Pkw über längere Zeit.
  4. Schlauchverfallsdatum beachten. Es ist aufgedruckt. Ein abgelaufener Schlauch ist der häufigste Mangel bei der Gasprüfung.

Die Prüfung

Die Gasanlage in Freizeitfahrzeugen wird wiederkehrend nach dem Arbeitsblatt G 607 durch eine sachkundige Person geprüft. Über das Ergebnis gibt es eine Bescheinigung, die bei der Hauptuntersuchung abgefragt wird.

Verbrauch abschätzen

  • Nur Kochen: Eine 11-Kilogramm-Flasche hält im Sommer viele Wochen.
  • Kochen und Kühlschrank: mehrere Wochen.
  • Mit Heizung im Frühjahr: grob ein halbes bis ein Kilogramm täglich – also anderthalb bis zwei Wochen.

Wer in der Vorsaison fährt, nimmt eine zweite Flasche mit. Am Wochenende auf dem Land eine leere zu tauschen, ist keine Selbstverständlichkeit.

Füllstand feststellen

Ohne Waage gibt es zwei Behelfe: Die Flasche mit warmem Wasser übergießen – bis zur Füllhöhe bleibt sie kühl. Oder wiegen und das Leergewicht abziehen, das auf der Flasche eingeprägt ist. Die zweite Methode ist genau, die erste geht schneller.

Bei Gasgeruch

Ventil schließen, alle Zündquellen aus, gründlich lüften, das Fahrzeug verlassen und nicht mit elektrischen Schaltern hantieren. Danach die Anlage prüfen lassen – nicht selbst suchen.