Ein Campingstuhl steht in der Sonne, wird nass, wird eingeklappt und im Auto zusammengepresst. Das überstehen nicht alle.
Woran billige Stühle scheitern
- Gelenke aus Kunststoff. Sie werden durch UV-Strahlung spröde und brechen – meist im dritten Jahr und meist beim Hinsetzen.
- Dünnes Rohr. Es verbiegt an den Auflagepunkten, danach klemmt der Klappmechanismus.
- Bezugsstoff ohne UV-Schutz. Er bleicht aus, wird brüchig und reißt an den Nähten.
- Nieten statt Schrauben. Was genietet ist, lässt sich nicht nachziehen.
Worauf es ankommt
- Metallgelenke oder verstärkte Kunststoffgelenke – das wichtigste Kriterium
- Stabiler Rahmen aus Stahl oder dickwandigem Aluminium
- UV-beständiger Bezug, gut vernäht, idealerweise austauschbar
- Rückenlehne mit Höhe. Ein Stuhl, der nur bis zur Schulter reicht, wird abends unbequem – das ist der Unterschied zwischen zwei Stunden draußen sitzen und einer.
- Armlehnen, wenn Erwachsene länger sitzen sollen
- Belastbarkeit mit Reserve, nicht knapp bemessen
Tische
Klapptische mit Aluminiumlamellen sind der Standard – leicht, stabil, klemmen aber gern Finger. Für Familien mit kleinen Kindern sind Rolltische mit umlaufendem Rahmen die freundlichere Bauform.
Wichtiger als das Material ist die Standfestigkeit auf unebenem Grund. Ein Tisch mit höhenverstellbaren Beinen ist auf einer Wiese den Aufpreis wert; einer ohne wackelt eine Woche lang.
Was Familien zusätzlich brauchen
- Kinderstühle in passender Größe – Erwachsenenstühle sind für Kinder unbequem und kippgefährdet
- Einen Beistelltisch für den Kocher, damit der Esstisch frei bleibt
- Etwas zum Ablegen – eine Kiste, die gleichzeitig als Sitz dient
Pflege
Trocken einpacken, im Schatten lagern, Gelenke gelegentlich reinigen. Der häufigste Schaden entsteht nicht im Gebrauch, sondern durch feuchtes Einlagern über den Winter.
Woher wir das wissen
Auf jedem Platz stehen Stühle, die zehn Jahre alt sind, und andere, die im zweiten Jahr brechen. Der Unterschied liegt fast immer an den Gelenken.