Ein Zelt, das im Sommer drei Wochen im Regen stand, hält Jahre. Dasselbe Zelt, feucht eingepackt, ist nach zwei Wochen im Keller verloren.
Die Grundregel
Alles trocken, alles sauber, alles locker. Drei Wörter, die neunzig Prozent aller Lagerschäden verhindern.
Zelt
- Vollständig trocknen, notfalls zu Hause noch einmal aufbauen. Ein feucht verpacktes Zelt bekommt innerhalb weniger Tage Stockflecken, und der Geruch geht nicht mehr heraus.
- Sand ausschütteln, besonders aus den Bodenecken – Sand scheuert die Beschichtung.
- Locker verpacken statt fest gerollt. Immer an denselben Kanten gefaltet, bricht die Beschichtung.
- Trocken und dunkel lagern, nicht in einem feuchten Keller und nicht auf dem heißen Dachboden.
- Heringe getrennt – sie durchstoßen die Zeltpackung.
Schlafsäcke
Nicht im Kompressionssack lagern. Die Füllung verliert dauerhaft an Bauschkraft, wenn sie monatelang gepresst wird. Locker in einem großen Baumwollsack oder hängend im Schrank.
Vor dem Einlagern lüften, bei Bedarf waschen – nach Herstellerangabe, Daune mit Spezialwaschmittel.
Isomatten
Selbstaufblasende Matten mit geöffnetem Ventil lagern, flach oder locker gerollt. Geschlossen und gepresst verliert der Schaumkern seine Rückstellkraft.
Kocher und Gas
- Kartuschen getrennt vom Kocher, kühl und nicht in der Sonne
- Brenner reinigen, verstopfte Düsen sind der häufigste Frühjahrsdefekt
- Gasflaschen nicht im Wohnraum lagern
Kühlbox
Vollständig trocknen und mit geöffnetem Deckel lagern. Geschlossen entsteht Schimmelgeruch, den man nicht mehr herausbekommt.
Elektrik
- Powerbanks und Powerstations bei etwa halber Ladung lagern, nicht leer und nicht voll
- Alle drei bis sechs Monate nachladen
- Batterien aus Lampen entnehmen – ausgelaufene Batterien zerstören die Kontakte
Möbel und Textilien
Trocken, im Schatten, nicht gepresst. Bezüge von Stühlen bleichen aus und werden brüchig, wenn sie im Licht liegen.
Die Kiste
Alles, was nur beim Camping gebraucht wird, bleibt in einer beschrifteten Kiste zusammen. Das spart beim nächsten Mal den halben Packvorgang – und man sieht sofort, was fehlt.
Woher wir das wissen
Der häufigste Saisonstart-Schaden ist kein Defekt, sondern Geruch: Zelt, Kühlbox oder Schlafsack, feucht eingelagert. Alle drei sind vermeidbar und keiner davon reparabel.