Beim ersten Aufenthalt hört man Begriffe, die alle anderen offenbar kennen. Hier stehen die zwanzig häufigsten, kurz erklärt. Ausführlicher steht jeder davon im Lexikon.
Rund um den Platz
- Parzelle – eine abgegrenzte, meist nummerierte Fläche für ein Gespann. Gegenteil: der nicht parzellierte Wiesenplatz.
- Stellplatz – die eigene Fläche auf dem Platz. Außerhalb eines Campingplatzes meint dasselbe Wort einen Wohnmobilstellplatz.
- Platzordnung – die Hausordnung des Betriebs, Vertragsbestandteil der Buchung.
- Nebenkosten – Strom, Dusche, Kurtaxe und Ähnliches, oft getrennt vom Übernachtungspreis abgerechnet.
- Schranke – wird nachts geschlossen; Fahrzeugbewegungen sind dann nicht möglich.
Zelt und Aufbau
- Außen- und Innenzelt – die wetterfeste Hülle und die Schlafkabine darin.
- Wassersäule – Maß für die Dichtigkeit einer Zeltbahn, angegeben in Millimetern.
- Footprint – die passgenaue Unterlage unter dem Zeltboden.
- Abspannleine – die Leine, die das Zelt in Form hält. Das häufigste Stolperrisiko auf jedem Platz.
- Hering – der Erdnagel. Auf Sandboden braucht es andere als auf festem Grund.
- Vorzelt – der überdachte Vorbau an Wohnwagen oder Zelt, der Wohnfläche schafft.
Fahrzeug und Technik
- Gespann – Zugfahrzeug plus Anhänger, also Auto mit Wohnwagen.
- Stützlast – das Gewicht, mit dem die Deichsel auf die Anhängerkupplung drückt.
- Auflastung – die nachträgliche Erhöhung der zulässigen Gesamtmasse eines Wohnwagens.
- Mover – elektrischer Rangierantrieb am Fahrwerk.
- Landstrom – der Anschluss an das Stromnetz des Platzes, meist über CEE-Stecker.
- Autark – ohne Anschluss an Strom und Wasser auskommen, aus Batterie und Tank.
Wasser und Entsorgung
- Grauwasser – gebrauchtes Wasser aus Spüle und Dusche.
- Schwarzwasser – der Inhalt der Toilette.
- Chemietoilette und Trenntoilette – die beiden gängigen Systeme im Fahrzeug. Die eine arbeitet mit Zusatz und Spülung, die andere trennt fest und flüssig.
Was man beim Einchecken sagen kann
Wer nicht sicher ist, sagt einfach, was da ist: „Wir kommen mit einem Familienzelt, vier Personen, zwei Kinder, wir brauchen Strom.“ Daraus ergibt sich alles Weitere. Niemand auf einem Familienplatz erwartet, dass Erstcamper das Vokabular beherrschen – und wer nachfragt, bekommt eine Antwort statt eines Blicks.
Woher wir das wissen
Der Begriff, nach dem am häufigsten gefragt wird, ist die Stützlast – und zwar meistens erst, wenn das Gespann schon steht. Der zweithäufigste ist die Wassersäule, und der wird meist im Regen nachgeschlagen.