Kurz-Fakten
- Wird über Stangen und Abspannleinen aufgebaut, nicht über ein festes Gestänge
- Der UV-Schutz hängt vom Material ab und ist nicht mit Wasserdichtigkeit gleichzusetzen
- Mit Gefälle aufgebaut, damit sich bei Regen keine Wassersäcke bilden
- Bei aufkommendem Wind gehört es abgebaut – es hat eine große Angriffsfläche
- Leichter, günstiger und flexibler als ein Vorzelt, dafür ohne Seitenwände
Bedeutung in der Praxis
Der häufigste Aufbaufehler ist die waagerechte Fläche. Ein straff und flach gespanntes Segel sieht gut aus und sammelt beim ersten Regen mehrere Liter in der Mitte – das Wasser drückt die Plane nach unten, der Sack wird größer, und irgendwann reißt eine Abspannung aus. Ein deutliches Gefälle zu einer Seite löst das Problem vollständig.
Der zweite Punkt ist der Wind. Ein Sonnensegel ist eine Fläche ohne Wände; bei Böen wirkt es wie ein Segel, und die Kräfte gehen auf Heringe, Stangen und im ungünstigen Fall auf die Wohnwagenwand. Die Regel aus der Praxis: Wenn der Wind auffrischt und man überlegt, ob man es abbauen sollte, ist die Antwort bereits ja.
Für Familien ist der Nutzen weniger die Sonne als der Regen. Ein überdachter Bereich vor dem Zelt macht aus einem verregneten Nachmittag einen brauchbaren – Kinder spielen draußen, ohne nass zu werden, und man muss nicht zu viert im Innenzelt sitzen.