Kurz-Fakten

  • Entsteht durch Streuung künstlichen Lichts an Partikeln und Wassertropfen in der Atmosphäre
  • Nachtaktive Insekten werden von Kunstlicht angezogen und verenden in großer Zahl an Leuchten
  • Zugvögel und Fledermäuse orientieren sich an natürlichen Lichtverhältnissen und werden gestört
  • Warmweißes, nach unten gerichtetes und abgeschirmtes Licht schadet deutlich weniger als kaltweißes Streulicht
  • Die Altmark gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Deutschlands – entsprechend dunkel ist der Himmel

Bedeutung in der Praxis

Für Kinder aus der Stadt ist ein wirklich dunkler Himmel eine Erfahrung, keine Selbstverständlichkeit. Wer die Milchstraße noch nie gesehen hat, sieht sie hier – nicht jede Nacht und nicht bei Vollmond, aber regelmäßig genug, dass es sich lohnt, den Abend danach zu planen. Zwei Bedingungen genügen: klarer Himmel und mindestens zwanzig Minuten, in denen die Augen sich anpassen können, ohne dass jemand eine Taschenlampe einschaltet.

Dazu gehört ein Stück Rücksicht auf dem Platz. Helle Außenbeleuchtung, Lichterketten und nach oben strahlende Lampen am eigenen Stellplatz nehmen allen anderen den Himmel – und sie ziehen Insekten an, die anschließend im Vorzelt sitzen. Wer Licht braucht, richtet es nach unten und wählt warmweiß statt kaltweiß; das hilft doppelt.

Auf dem Familien-Campingplatz Bertingen kommt die Lage hinzu: Waldrand, Elbaue, dünn besiedelte Umgebung. Wer im Spätsommer nach dem Lagerfeuer noch fünf Minuten auf der Wiese liegen bleibt, sieht mehr, als eine Sternenkarte erwarten lässt.

Für Kinder: Wo wenig Licht ist, sieht man viele Sterne. Deshalb machen wir zum Sternegucken die Taschenlampe aus – und warten, bis die Augen sich daran gewöhnt haben.

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