Kurz-Fakten
- Drei Bauarten sind üblich: Schaumstoffmatte, selbstaufblasende Matte, Luftmatte
- Die Isolierleistung wird als R-Wert angegeben, nicht in Zentimetern Dicke
- Schaumstoffmatten sind unempfindlich gegen Löcher, dafür sperrig im Packmaß
- Selbstaufblasende Matten füllen sich über offenporigen Schaum und brauchen meist etwas Nachpusten
- Eine reine Luftmatratze ohne Isolierung leitet Bodenkälte weiter
Bedeutung in der Praxis
Der Boden entzieht mehr Wärme als die Luft. Wer im Zelt friert, hat das Problem meistens nicht im Schlafsack, sondern darunter. Der Untergrund hat auch im Sommer selten mehr als zwölf bis fünfzehn Grad, und er nimmt Wärme deutlich schneller auf als stehende Luft. Deshalb entscheidet die Matte oft darüber, ob eine Nacht angenehm wird – und nicht die Komforttemperatur des Schlafsacks.
Die drei Bauarten haben jeweils ihren Platz. Die klassische Schaumstoffmatte ist leicht, billig und praktisch unkaputtbar; sie isoliert ordentlich und liegt hart. Die selbstaufblasende Matte kombiniert Schaum und Luft, ist deutlich bequemer und lässt sich klein packen, kann aber ein Loch bekommen. Reine Luftmatten sind am bequemsten und am kleinsten im Packmaß, kosten am meisten Aufmerksamkeit im Umgang und isolieren nur dann gut, wenn sie eine Isolierfüllung oder Reflexionsschicht haben.
Für Familien mit kleinen Kindern ist die Rechnung meist einfacher als gedacht: Kinder liegen leichter, kühlen aber schneller aus. Eine Schaumstoffmatte unter der Kindermatte kostet wenig, wiegt kaum etwas und ersetzt die Diskussion darüber, ob es warm genug ist. Wer mit dem Auto anreist, muss ohnehin nicht auf Gramm achten.
Für Kinder: Die Matte unter dem Schlafsack ist wie eine Jacke für den Boden – ohne sie zieht die kalte Erde die Wärme aus dem Schlafsack.