Kurz-Fakten
- Aus atmungsaktivem Gewebe und Netz, nicht wasserdicht
- Meist mit eingenähtem, wasserdichtem Wannenboden
- Der Abstand zum Außenzelt ist entscheidend – berühren sich beide, tropft es an dieser Stelle
- Bei vielen Familienzelten abnehmbar, sodass ein reiner Wohnbereich bleibt
- Mehrere Innenzelte in einem Außenzelt ergeben getrennte Schlafkabinen
Bedeutung in der Praxis
Die Doppelwand ist kein Luxus, sondern die Lösung für ein physikalisches Problem. Vier Menschen geben in einer Nacht mehrere Liter Wasser als Atemluft ab. Trifft diese Feuchte auf die kalte Außenhaut, schlägt sie sich dort nieder – auf der Außenwand, nicht auf dem Schlafsack. Genau dafür ist der Zwischenraum da.
Der wichtigste Aufbaufehler folgt daraus direkt: Innen- und Außenzelt dürfen sich nicht berühren. Wo sie aneinanderliegen, wandert das Kondenswasser über die Berührungsstelle nach innen, und man sucht am Morgen ein Leck, das keines ist. Deshalb gehören alle Abspannungen gesetzt, auch bei ruhigem Wetter – sie halten die beiden Lagen auf Abstand.
Bei Familienzelten sind die Innenzelte meist einzeln herausnehmbar. Das ist praktischer, als es klingt: Wer mit zwei statt vier Personen fährt, baut eine Kabine aus und hat einen großen Wohnbereich – bei Regen der Unterschied zwischen Aushalten und Aufenthalt.
Für Kinder: Das Zelt im Zelt, in dem geschlafen wird. Von innen nicht an die Außenwand drücken, sonst wird es feucht.