Kurz-Fakten

  • Wasserdichte Außenhaut, meist aus beschichtetem Polyester oder Nylon, seltener aus Baumwollmischgewebe
  • Wasserdichtigkeit in Millimeter Wassersäule angegeben, Nahtversiegelung entscheidet mit
  • UV-Strahlung ist der Hauptgrund für Alterung – nicht Regen
  • Muss vollständig trocken eingepackt werden, sonst entsteht Stockfleckenbildung binnen Tagen
  • Die Imprägnierung lässt mit den Jahren nach und kann erneuert werden

Bedeutung in der Praxis

Was Zelte tatsächlich altern lässt, ist die Sonne. UV-Strahlung baut die Beschichtung ab, und zwar am schnellsten dort, wo das Zelt den ganzen Tag frei steht. Ein Zelt, das drei Wochen im Jahr im Halbschatten aufgebaut ist, hält deutlich länger als eines, das denselben Zeitraum auf einer offenen Südwiese verbringt. Das ist ein Argument für schattige Stellplätze, das selten genannt wird.

Der zweite Punkt: trocken einpacken. Ein feuchtes Außenzelt in der Packtasche bildet innerhalb weniger Tage Stockflecken, und die gehen nicht mehr heraus. Wenn die Abreise bei Regen erfolgt, ist die einzige richtige Reihenfolge: einpacken, mitnehmen und zu Hause noch am selben oder nächsten Tag zum Trocknen aufhängen oder wieder aufbauen.

Zur Imprägnierung: Wenn Wasser nicht mehr abperlt, sondern sich in die Fläche saugt, heißt das noch nicht undicht. Es heißt, dass die äußere Wasserabweisung nachgelassen hat, während die Beschichtung darunter weiterarbeitet – das lässt sich mit Imprägniermittel wieder herstellen.

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