Kurz-Fakten

  • Angabe in Millimetern, gemessen nach EN 20811
  • Ab 1.300 mm gilt ein Gewebe in Deutschland als wasserdicht
  • Zeltböden brauchen mehr als Dächer, weil Körpergewicht Druck erzeugt
  • Die Naht entscheidet mit: ein hoher Wert nützt nichts bei ungetapten Nähten

Bedeutung in der Praxis

Die Wassersäule ist die am häufigsten genannte und am wenigsten aussagekräftige Zahl im Zeltkauf. Sie beschreibt das Gewebe, nicht das Zelt. Undichte Zelte sind fast nie am Stoff undicht, sondern an Nähten, Reißverschlüssen und am Boden, auf dem jemand kniet – dort wirkt punktuell ein Vielfaches des Drucks, den ein Regenschauer erzeugt.

Praktisch heißt das: Bei zwei Zelten mit 3.000 und 5.000 mm entscheidet nicht die Zahl, sondern ob die Nähte verschweißt sind und wie der Boden hochgezogen ist.

Für Kinder: Die Zahl sagt, wie hoch das Wasser auf dem Zeltdach stehen dürfte, bevor es durchtropft.

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