Briest – Gutshaus der Bismarcks von 1624

In Briest steht ein Gutshaus, das 1624 für Christoph von Bismarck errichtet wurde – einer der letzten erhaltenen Adelssitze dieser Art in Nordostdeutschland.

Briest – Gutshaus der Bismarcks von 1624

Briest ist ein kleiner Ort mit einem Gebäude, das über die Region hinaus Bedeutung hat – und das die meisten Besucher übersehen, weil es aussieht wie ein Wohnhaus. Was es inzwischen auch ist.

Das Gutshaus von 1624

Errichtet für Christoph von Bismarck, besteht der Bau aus zwei dreigeschossigen Flügeln in Fachwerk mit Ziegelausmauerung. 1839 wurde er nach einem Brand erneuert. Bis 1945 war das Haus im Besitz der Familie von Bismarck; das Rittergut Briest, das die südwestliche Hälfte der Ortslage einnimmt, steht unter Denkmalschutz.

Bemerkenswert ist die Einordnung: Es gilt als einer der letzten erhaltenen Adelssitze dieser Art in Nordostdeutschland. Fachwerk-Herrenhäuser des frühen 17. Jahrhunderts sind fast überall Kriegen, Bränden und Abrissen zum Opfer gefallen.

Was das für einen Besuch heißt

Das Haus ist bewohnt und nicht zu besichtigen. Wer hinfährt, sieht es von der Straße – mehr nicht, und die Rücksicht auf die Bewohner versteht sich von selbst. Als eigenständiger Ausflug trägt das keinen Nachmittag.

Interessant wird Briest als Punkt in einer größeren Geschichte: Die Bismarcks sind in dieser Gegend an mehreren Stellen greifbar – in Burgstall, wo die Familie 1345 belehnt und 1562 zum Tausch genötigt wurde, und hier in Briest, wo das Haus steht, das die Jahrhunderte überstanden hat.

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